BOSSARD-ARENA: Ein Super-Event mit einer bekannten Panne

Die Zuschauer waren begeistert. Andre Agassi und Steffi Graf auch. Nur arg heiss war es allen ein bisschen.

Wolfgang Holz
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Hatten am Samstag ihren Spass: André Agassi und Stefanie Graf in Zug. (Bild: Keystone)

Hatten am Samstag ihren Spass: André Agassi und Stefanie Graf in Zug. (Bild: Keystone)

Zwei Weltstars in Zug – und schon sind die Zuger aus dem Häuschen. So lässt sich in aller Kürze der Auftritt der beiden Tennis-Ex-Stars Steffi Graf und Andre Agassi in der Bossard-Arena am vergangenen Samstag beschreiben. Schaute man in die Augen vieler Zuschauer, konnte man regelrecht sehen, wie begeistert die meisten waren.

5500 Zuschauer

Auch Frank Kleiner, Medienverantwortlicher der Swiss Sports Events AG, des Veranstalters des Tennisschaukampfs, zeigt sich «rundum zufrieden» über das Ergebnis. «Die Stimmung war super, die Leute sind mitgegangen, und auch die Athleten waren sehr zufrieden mit dem Event», versichert der Zuger.

Schon allein die Zuschauerkulisse bei der Veranstaltung kann sich sehen lassen: Rund 5500 Personen fanden den Weg in die Bossard-Arena. Zwar hatte es noch freie Plätze – aber angesichts der alles andere als preisgünstigen Tickets ist dies eine sehr beachtliche Zuschauerzahl. «Den Stars hat die Halle auch sehr gefallen, und sie haben sich auch sehr viel Zeit genommen», lobt Kleiner. Beeindruckend schien nicht zuletzt auch, wie schnell sich die Cracks auf den für Tennisveranstaltungen nicht unbedingt idealen Videowürfel an der Decke eingestellt hatten – nur wenige Lobs verfingen sich dort und fanden deshalb ihr Ziel nicht.

Dafür sorgte ein anderes Detail dafür, dass alle mächtig ins Schwitzen kamen. Und damit ist nicht jener übereifrige Security-Angestellte gemeint, der einen Pressevertreter, der auf Stimmenfang war, überaus bestimmt aus dem VIP-Bereich hinausbugsierte. Er begründete dies damit, «dass eben alle mächtig nervös seien» wegen der Sicherheit. «Es handelt sich ja um internationale Tennisstars.» Logisch.

Bild: Christian Herbert Hildebrand / Neue ZZ
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Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ
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Warm wie in einer Waschküche

Nein, viel unangenehmer waren die fast tropisch wirkenden Temperaturen in der Bossard-Arena und die stickige Luft. Bedingungen, die man so von EVZ-Matches nicht gewohnt gewesen war. Jürg Casalini, Geschäftsführer der Kunsteisbahn Zug AG, räumt den Lapsus denn auch ohne Wenn und Aber ein. «Es gibt noch technische Probleme mit dem Kühlsystem der Halle. Sprich: Das Auffangbecken beziehungsweise die Abläufe für das Kondenswasser sind noch nicht installiert.» Während der nächsten zwei Monate soll dies geregelt sein. Dabei gebe es überhaupt erst seit neuestem eine Kühlanlage in der Arena. «Denn ursprünglich war beim Bau der Halle nur die Rede davon, dass im Winter geheizt werden muss», so Casalini. Angesichts des Minergiestandards des Gebäudes habe man ja nicht einfach eine Kühlanlage einbauen können. Nun machen dies die vermehrten Sommerveranstaltungen nötig. Doch der CEO beweist Humor: «Bei der Eröffnungsveranstaltung der Bossard-Arena vor zwei Jahren im Sommer hatte es noch 35 Grad Celsius auf den oberen Rängen. Nun waren es nur noch 29 Grad.»