BOSSARD-ARENA: EVZ prüft Strafanzeigen gegen Kloten-Chaoten

Der EV Zug prüft rechtliche Schritte gegen 35 Chaoten aus der Klotener Fanszene. Sie hatten das Meisterschaftsspiel EV Zug - Kloten Flyers vom vergangenen Samstag gestört.

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Kloten-Chaoten protestieren gegen die Sicherheitsmassnahmen in der Bossard-Arena. (Bild: Keystone)

Kloten-Chaoten protestieren gegen die Sicherheitsmassnahmen in der Bossard-Arena. (Bild: Keystone)

Rund 35 Chaoten aus der Klotener Fanszene haben am vergangenen Samstag das Meisterschaftsspiel EVZ – Kloten Flyers kurz nach Spielbeginn gestört. Sie warfen mit Beuteln um sich, die mit Farbstaub gefüllt waren. Dadurch wurden Zuschauer getroffen und Inventar beschädigt. Es entstand entsprechender Sachschaden an (siehe Video).

Man habe mit dieser friedlichen aber gezielten Aktion gegen das Zuger Sicherheitsdispositiv protestiert, schreibt die Fanszene Kloten in einer Stellungsnahme auf ihrer Website. Dadurch habe man erreicht, ohne ID-Kontrolle in den Gästesektor zu gelangen. Es ging dabei nicht darum, dem Zentralschweizer Familiensektor zur Last zu fallen, sondern viel mehr, die Schikanen im Namen der Sicherheit zu thematisieren.

Hintergrund: Seit 2012 hat der EV Zug für Gästefans im Gästesektor ein härteres Regime aufgezogen: Matchbesucher gelangen nur noch in die Bossard-Arena, wenn sie einen amtlichen Ausweis vorlegen können. Dieser wird vor Ort mit der Stadionverbotsliste des Informationssystem Hoogan abgegelichen.

Videomaterial ausgewertet

Nach der Farbattacke hat der EV Zug entschieden, im Sinne einer Deeskalation die Klotener Chaoten in den Fansektor zu leiten. In den letzten Tagen hat der EVZ das Videomaterial der Stadionüberwachung gesichtet und wird in Zusammenarbeit mit der Polizei und Strafverfolgungsbehörden rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Personen einleiten. Der EV Zug prüft entsprechende Strafanzeigen und zivile Forderungen.

Der EVZ und die Kloten Flyers verurteilen diese Aktion und bedauern die Auswirkungen auf die friedlichen Matchbesucher. Der EVZ habe in den vergangenen Jahren viel in die Sicherheit investiert und werde sich auch weiterhin für sichere Spiele in Zug einsetzen, schreibt der EV Zug in einer Mitteilung.

pd/rem