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BOSSARD-ARENA: Hockeytempel wird ausgebaut

Der Grosse Gemeinderat hat dem Kredit für eine Sprühflutanlage zugestimmt. Zur grossen Freude einer einstigen Gegnerin.
Charly Keiser
Dank einer Sprühflutanlage können in der Bossard-Arena künftig zusätzliche Anlässe durchgeführt werden. (Bild Werner Schelbert)

Dank einer Sprühflutanlage können in der Bossard-Arena künftig zusätzliche Anlässe durchgeführt werden. (Bild Werner Schelbert)

Schon seit längerer Zeit sollte ein Kredit in der Höhe von 600 000 Franken für eine Sprühflutanlage in der Bossard-Arena unter Dach und Fach sein. Denn die entsprechende Vorlage des Stadtrats trägt ein Datum von Mitte letzten Jahres. Vor einem Monat endete der letzte Versuch des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug (GGR), die Vorlage zu erledigen, abrupt. Nach langem Hin und Her und mehreren Anträgen wurde das Geschäft nämlich auf die gestrige Sitzung vertagt. Der Stadtrat hat die Vorlage zwischenzeitlich bereinigt und darin insbesondere einen «Gratis-Anlass» integriert, den Astrid Estermann (Alternative) vor Monatsfrist für den Quartierverein in der Leistungsvereinbarung gefordert hat.

Gratisanlass für die Stadtzuger

Der Stadtrat biete Hand für die gewünschte Gratis-Veranstaltung, führte Finanzchef Karl Kobelt aus. «Der Anlass kann auf dem Arena-Platz oder in der Curlinghalle durchgeführt werden.» Allerdings stehe diese Veranstaltung allen Einwohnern der Stadt zur Verfügung; und nicht nur dem Quartierverein der Herti, präzisierte Kobelt. «Die Miete der Anlage wird erlassen», ergänzte er und erklärte: «Allfällige Werkhofleistungen können auf Gesuch hin durch den Stadtrat erlassen werden. Dies kann die Stadt pro Anlass rund 20 000 Franken kosten», fügte er an und betonte: «Und es ist auch im grössten Interesse der Stadt, den Arena-Platz zu beleben.»

Neu würden zudem Sportveranstaltungen in der Bossard-Arena nicht mehr ausgeschlossen und würden so auch nicht mehr zu den zusätzlichen Veranstaltungen gezählt, erklärte Kobelt weiter. Zudem habe der Vertrag mit der Kunsteisbahn AG neu eine Dauer von längstens 20 Jahren. Nach Beendigung der Vereinbarung und spätestens nach zehn Jahren werde dann neu verhandelt.

Angst vor einer Mogelpackung

Doch gerade diese Sportveranstaltungen seien eine Mogelpackung, ärgerte sich Urs Bertschi (SP), der sich zuvor als Befürworter der Sprühanlage outete. «So könnte zum Beispiel künftig auch ausserhalb der eisfreien Zeit ein Tennisevent in der Bossard-Arena veranstaltet werden, der dann nicht als Zusatz-Event gilt», monierte er.

Von einer Mogelpackung könne keine Rede sein, konterte Kobelt. «Grossveranstaltungen finden logischerweise nur in der eisfreien Zeit statt. Dies schon aus rein finanziellen Gründen.» Unterstützung erhielt der Finanzchef von Parteikollege Stefan Moos (FDP), der offen bekannte: «Ich war zuerst enttäuscht, als das Geschäft verschoben worden ist. Aber die Korrekturen des Stadtrats haben unsere Zustimmung zum Geschäft gefestigt.» Moos rechnete Bertschi vor: «Rund elf Wochen ist die Halle eishockeyfrei. Der Auf- und Abbau für eine Grossveranstaltung dauert rund zwei Wochen. Damit sind wir bei höchstens vier Grossveranstaltungen pro Jahr.»

«Jetzt kann man dazu Ja sagen»

Seine Fraktion sei grossmehrheitlich für den Kredit, votierte Philip C. Brunner (SVP) und sagte zu Bertschi mit einem Lächeln: «Es kommt nicht besser, wenn wir noch länger darüber diskutieren, ob nun vier oder sechs grosse Veranstaltungen pro Jahr erlaubt sein sollen. Manchmal ist es besser zu probieren statt zu studieren.»

Astrid Estermann dankte dem Stadtrat, dass er auf ihre Idee mit einem Gratisanlass eingegangen sei, und Hugo Halter (CVP) sagte: «Wir waren überrascht, dass noch bis zur Fraktionssitzung keine Zusatzinformationen vorhanden waren», um dann den Stadtrat zu loben. «Doch was nun vorliegt, das überzeugt. Jetzt kann man dazu Ja sagen.» Dies tat der Rat dann auch und verabschiedete den Stadtratsbeschluss und damit den 600 000-Franken-Kredit mit 25 zu 13 Stimmen.

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