Brennende Gasflasche - Männer über Bord

Nachdem eine Gasflasche auf einem Boot auf dem Zugersee Feuer gefangen hatte, sprangen zwei Männer in die eisigen Fluten. Sie konnten sich an einem Kabel festhalten und selbstständig retten. Danach warfen sie die Flasche ins Wasser.

Drucken
Teilen
Die Feuerwehr schleppt die brennende Gasflasche ans Ufer. (Bild: FFZ)

Die Feuerwehr schleppt die brennende Gasflasche ans Ufer. (Bild: FFZ)

Dienstagmorgen, kurz vor 9.30 Uhr: Zwei Männer, 32 und 35 Jahre alt, fahren mit einem Boot auf den Zugersee. Sie wollen zu privaten Zwecken mit einer an einem Kabel befestigen Kamera den Seegrund erforschen. Rund 500 Meter vom Ufer entfernt, etwa auf Höhe des Salesianum in Zug, bemerken die beiden plötzlich ausströmendes Gas. Der Verbindungsschlauch zu einem mitgeführten Heizkörper hat offenbar Leck geschlagen. Aus Angst vor einer Explosion entscheiden sich die Männer, sofort über Bord zu gehen. Sie springen in den eisigen, rund vier Grad kalten Zugersee.

An Kamerakabel festgehalten

Als sie merken, dass nur eine kleine Flamme aus der Flasche züngelt, wollen sie zurück ins Boot. Weil aber das Standgas eingeschaltet ist, tuckert das Schiff langsam davon. Glücklicherweise können sie sich am Kamerakabel festhalten und sich so ins Trockene retten. Die Gasflasche werfen sie in die Fluten. Der aufgebotene Seerettungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) kann die Flasche schliesslich bergen und sie dem Kriminaltechnischen Dienst der Zuger Polizei übergeben. Dieser klärt nun die Brandursache ab.

Bild: FFZ
7 Bilder
Bild: FFZ
Bild: FFZ
Bild: FFZ
Bild: FFZ
Bild: FFZ
Bild: FFZ

Bild: FFZ


Kein Feuerlöscher dabei

Unterkühlt aber unverletzt bringt der Rettungsdienst Zug die Männer zur Kontrolle ins Spital. Am Boot entsteht ein Sachschaden von rund 3000 Franken. Die Zuger Polizei prüft derzeit allfällige rechtliche Konsequenzen. Zumindest steht bereits fest, dass die beiden Männer trotz Vorschrift keinen Feuerlöscher mit dabei hatten.

pd/bep