BRUNO LERF: «Im Spital ist der Tod unser Begleiter»

Spitäler und Ärzte sprechen nicht gerne über Fehler – vor allem, wenn diese tödlich sind. Ein Zuger Chefarzt durchbricht das Schweigen.

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Blick in einen Operationssaal. (Symbolbild EQ)

Blick in einen Operationssaal. (Symbolbild EQ)

Zu geschätzten 1200 ungewöhnlichen Todesfällen soll es an Schweizer Spitälern jährlich kommen. Der Tod im Spital für viele Ärzte ist das ein Tabuthema. Nicht aber für den Chef-Chirurgen am Zuger Kantonsspital, Bruno Lerf. Er sagt: «Bei allem, was wir im Spital machen, ist der Tod leider unser Begleiter». Lerf zweifelt zudem die Zahl der Todesfälle an. «Es ist nicht belegt, dass es tatsächlich zu so vielen Todesfällen kommt», so Lerf. Das spiele auch keine Rolle, denn Ziel müsse es sein, die Anzahl dieser Fälle so gut wie möglich zu reduzieren.

Am gefährlichsten seien in den Spitälern die Schnittstellen, sagt Lerf weiter. «Bei der Kommunikation passieren die meisten Missverständnisse». Lerf rät den Ärzten, zu kommunizieren, wenn ein Fehler gemacht worden sei. «Früher wurden die Fehler tabuisiert. Die jüngere Generation geht mit Fehlern viel offener um.»

Simone Hinnen/red

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