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BUCH: Aus Fabrik wird Stadtzentrum

Ein Werk des alt Denkmalpflegers Heinz Horat zeigt auf, wie stark die Landis & Gyr die Entwicklung der Stadt Zug beeinflusst hat. Das Buch zeigt auf, dass sich der Einfluss nicht nur in den Fabrikarealen, sondern in weiten Teilen der Stadt manifestiert.
Charly Keiser
Bilder im Buch «Die Fabrik in der Stadt»: Aufnahmen vom Areal der Landis & Gyr und von deren Mitarbeitern, zwischen 1950 und 1960. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. September 2017))

Bilder im Buch «Die Fabrik in der Stadt»: Aufnahmen vom Areal der Landis & Gyr und von deren Mitarbeitern, zwischen 1950 und 1960. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 26. September 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Morgen wird das Buch «Die Fabrik in der Stadt» vorgestellt. Das Werk von Heinz Horat, dem langjährigen Denkmalpfleger des Kantons Zug, wird vom Verein Industriepfad Lorze und dem Verlag Hier und Jetzt herausgegeben und illustriert primär, wie die Landis & Gyr (L&G) die Stadt Zug verändert hat. Gigantisch. So lautet das unübertriebene Fazit, wie das Buch eindrücklich zeigt.

Imposant sind die vielen alten Bilder. Denn darauf ist zu erkennen, dass die Landis & Gyr, die Metallwaren- und Kistenfabrik ausserhalb der Stadt und auf der grünen Wiese gebaut wurden. Wo einst die Fabrikhallen standen, ist heute urbanes Stadtgebiet. Die grossen Wiesen, die einst die Fabriken umgaben, sind alle längst überbaut.

Wohnbauten für Arm und Reich

Wer glaubt, dass die Landis & Gyr in erster Linie für das gleichnamige Areal neben dem Bahnhof und dem alten Fabrikstandort an der Hofstrasse steht, irrt gewaltig. Denn die Direktoren mussten in Zug genauso eine Bleibe finden wie die Fabrikarbeiter. So wird im Buch die Geschichte der Villen der Geschäftsleitung erzählt und werden die Objekte in Bildern gezeigt. Andererseits zeigen mehrere Kapitel auf, wie gewaltig die Landis & Gyr die Wohnbauten der Stadt Zug geprägt hat. So gäbe es nämlich keine Gartenstadt, womöglich kein Baarer Aarbach-Quartier und keine Fridbach-Überbauung. Die Landis & Gyr baute für ihre Arbeiter Wohnungen, was das Gesicht Zugs noch heute prägt.

Bedeutungsvolle Infrastruktur

Doch nicht nur Gebäude wurden von der Landis & Gyr beeinflusst. Strassen, Strom- und Telefonleitungen wurden (auch) dank der Firma gebaut.

Bis heute ist das Landis & Gyr-Areal neben dem Bahnhof ein zentraler Ort der Entwicklung der Stadt. In zwei Jahren zieht die Stadtverwaltung im alten L & G-Hauptsitz ein, und im anstehenden Hochhausreglement soll definiert werden, wo in der unmittelbaren Umgebung weitere Hochhäuser gebaut werden können. Klar ist: Das alte L & G-Areal ist schon heute der Mittelpunkt von Zug und dies zusammen mit dem Metalli-Zentrum, wo noch vor einigen Jahrzehnten Fabrikarbeiter ihrer Arbeit nachgegangen sind.

Ein Foto-Essay von Guido Baselgia zeigt am Ende des Buchs, wie es heute in der «Fabrik in der Stadt» aussieht. Alt und neu, Vergangenheit und Moderne. Ein Buch über Zug, dass genau dies atemberaubend illustriert.

Hinweis

Das Buch «Fabrik in der Stadt». Wie die Landis & Gyr Zug verändert hat, wird vom Verein Industriepfad Lorze herausgegeben und ist im Buchhandel erhältlich. Infos und Bestellung unter: www.industriepfad-lorze.ch (ISBN 978-3-03919-436-0).

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