BUDGET 2009: Noch kaum Spuren der Finanzkrise

Die Stadt Zug rechnet für das kommende Jahr bei einem Aufwand von 267,5 Millionen Franken mit einem Überschuss von einer Million. Sie erwartet rund zehn Prozent mehr Steuereinnahmen und beklagt hohe Ablieferungen an den Finanzausgleich des Bundes.

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Die Stadt Zug. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Die Stadt Zug. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Das nächste Jahr sei noch nicht beeinflusst von der Finanzmarktkrise, teilte die Stadt Zug am Dienstag mit. Diese werde sich erst ab 2010 spürbar bei den Steuern der Unternehmen auswirken. So erwartet Zug im kommenden Jahr 203 Millionen Franken Steuereinnahmen, plus 28 Millionen gegenüber dem Vorjahresbudget.

Auf der anderen Seite stehen deutlich höhere Abgaben an Kanton und Bund für den Finanzausgleich: Diese sind mit 72,7 Millionen Franken budgetiert, gegenüber 60,6 Millionen für das laufende Jahr. Stärker zu Buche schlagen wegen des neuen Finanzhaushaltgesetzes auch die Sozialkosten, und schliesslich rechnet Zug mit höheren Gesundheitskosten.

Personalaufwand (höhere Löhne, Teuerungsausgleich) und Sachaufwand (Energie, baulicher Unterhalt) steigen um deutliche 5,5 respektive 8,3 Prozent an. Wegen der hohen Abgaben für den Finanzausgleich reduziert die Gemeinde den Steuerrabatt von sieben auf drei Einheiten bei einem gleichbleibenden Steuersatz von 70 Prozent.

Angesichts des Wirtschaftsabschwungs will sich die Stadt im nächsten Jahr antizyklisch verhalten: Sie plant für Investitionen laut der Mitteilung hohe Nettoinvestitionen von 63,8 Millionen Franken bei einem Selbstfinanzierungsgrad von 45,8 Prozent (Budget 2008 72 Prozent).

ana