BUDGET 2010: Die Stadt Zug präsentiert eine schwarze Null

Das Budget 2010 der Stadt Zug rechnet bei einem Ertrag von rund 276 Mio. Franken mit einem Rechnungsergebnis von 161'000 Franken. Das hat nur bedingt mit der Wirtschaftskrise zu tun.

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Hans Christen, Vorsteher des Finanzdepartements. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Hans Christen, Vorsteher des Finanzdepartements. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Nicht die schwierige wirtschaftliche Situation führt in der Stadt Zug zu geringeren Steuereinnahmen, sondern die Änderung des kantonalen Steuergesetzes, die 2010 wirksam wird, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Bei den natürlichen Personen werden vor allem die Entlastung des Mittelstandes, die höheren Kinderabzüge, der grössere Mieterabzug oder die höheren Freibeträge bei der Vermögenssteuer zu Steuerausfällen von rund 10 Mio. Franken (entspricht 4 Steuerprozenten) führen. Die Senkung des Gewinnsteuersatzes bei den juristischen Personen wird zu weiteren 5 Mio. Franken an Steuerausfällen führen.

Kompensation durch Zuzüger
Trotzdem rechnet die Stadt Zug 2010 mit einer ausgeglichenen Rechnung: Das Bevölkerungswachstum mache die Ausfälle wett; darauf deuteten bereits die Steuereingänge des Jahres 2009 hin, wie es weiter heisst. Die Folgen der Wirtschaftskrise würden auch die Stadt Zug treffen, jedoch in einem «überschaubaren» Rahmen.

Die Stadt Zug investiert weiterhin kräftig: Das Investitionsbudget sieht Ausgaben von 97 Mio. Franken vor (neues Eisstadion, Zentrum Frauensteinmatt, Wohnungsbau im Roost). Die laufenden Ausgaben werden zu 100 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert. Steuerfuss und -rabatt sollen unverändert bleiben, wie der Stadtrat dem Grossen Gemeinderat vorschlägt.

scd