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Budget 2020: Neuheim gewährt nochmals einen Steuerrabatt

Im Budget 2020 beantragt der Neuheimer Gemeinderat wiederum einen Steuerrabatt – der Steuerfuss soll gleich bleiben.
Andrea Muff

Der Gemeinde Neuheim geht es finanziell gut: Die letzten beiden Rechnungen wiesen mit jeweils gerundet 1,8 Millionen Franken Ertragsüberschuss sogar Rekordergebnisse aus. Im Budget 2020 rechnet die Gemeinde nun mit einem Aufwand von rund 14,4 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 14 Millionen Franken, was ein Minus von 354 000 Franken bedeutet. Finanzchef Marcel Güttinger weiss: «Wir stehen finanziell gut da, dies dank der guten Abschlüsse der vergangenen Jahre. Der prognostizierte Aufwandüberschuss ist für Neuheim aber kein unwesentlicher Betrag.» Deshalb schaue man auch mit einer gewissen Vorsicht in die Zukunft.

Der FDP-Gemeinderat kündigte bereits vor einem Jahr an, dass der damals für das Budget 2019 gewährte Steuerrabatt von 4 Prozent wiederholt werden könnte. «Der Gemeinderat hat sich bewusst für einen weiteren Steuerrabatt von 4 Prozent ausgesprochen», erklärt der Finanzchef und erinnert, dass vor einem Jahr der Steuerfuss um zwei Prozent gesenkt worden sei. Den Steuerfuss von 65 Prozent wolle Neuheim beibehalten. «Es bestehen auf absehbare Zeit keine Pläne, ihn weiter zu senken», hält Güttinger fest. Der Steuerrabatt wird nun am 10. Dezember der Gemeindeversammlung unterbreitet. Trotz des Rabatts rechne der Gemeinderat «generell mit etwas höheren Steuereinnahmen», wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. «Dies hat uns die kantonale Steuerbehörde vorausgesagt», erklärt Güttinger.

Investitionen von rund einer Million Franken

Weiter spricht der Finanzchef von der grossen Abhängigkeit vom Zuger Finanzausgleich. Dieser Zustupf sei wichtig für die Gemeinde und trage zu rund 68Prozent zum Ertrag bei, erklärt Güttinger. So werde man die den Möglichkeiten der Gemeinde angepasste Finanzpolitik weiter verfolgen. «Die Projekte sollen unseren Verhältnissen angemessen sein», sagt er und fügt hinzu: «Das heisst nicht, dass wir knauserig werden. Unsere Infrastruktur wollen wir à jour halten.» Als Beispiel fügt er den Ergänzungsbau des Schulhauses Dorf II an, dessen Kredit von 5,9 Millionen Franken eingehalten werden konnte. «Der Schulraum sollte nun für die nächsten 20 Jahre ausreichen», prognostiziert er.

Für das folgende Jahr hat der Gemeinderat Investitionen von rund 1,1 Millionen Franken geplant, welche mehrheitlich mit eigenen Mitteln finanziert werden können. Im Finanzplan stehen für die kommenden Jahre 2021 bis 2023 Investitionen in diverse Strassensanierungen und in die Sanierungen von gemeindlichen Liegenschaften, wie das Gemeindehaus, das Schulhaus Dorf I und das Schulhaus Chilematt, an. Nächstes Jahr liegt der Fokus auf der Verlegung und dem Neubau von diversen Abwasserleitungen und etwa dem Bau einer behindertengerechten WC-Anlage beim Spielplatz Chilematt. Ab 2021 will der Gemeinderat zudem die Steuerschwankungsreserven schrittweise auflösen.

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