BUDGET: Jetzt werden die Reserven angeknabbert

Der Finanzdirektor rechnet nächstes Jahr mit einem Defizit von rund 40 Millionen Franken. Doch das Loch könnte noch grösser sein.

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Rechnungsüberschüsse und Defizite in Millionen Franken. (Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Rechnungsüberschüsse und Defizite in Millionen Franken. (Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

An rote Zahlen müssen sich die Zuger in den nächsten Jahren gewöhnen: Für das laufende Jahr ist ein Aufwandüberschuss von 33,7 Millionen Franken budgetiert und gemäss Finanzdirektor Peter Hegglin deuten die bereits jetzt bekannten Zahlen nicht darauf hin, dass sich die definitive Rechnung besser präsentieren wird.

Der Voranschlag 2011 sieht dementsprechend auch nicht rosig aus. Im Gegenteil: Hegglin rechnet mit einem Defizit von 39,6 Millionen Franken. Und studiert man die Zahlen genauer, wird schnell klar: Eigentlich wäre der Aufwandüberschuss effektiv um einiges höher ausgefallen, um nämlich 50 Millionen Franken. Damit das Loch dann doch nicht so gross wird, werden Reserven aufgelöst.

Weniger dramatisch sieht die Situation beim Steuerertrag des Kantons aus. Peter Hegglin rechnet damit, dass dieser im Vergleich zum Budget 2010 leicht ansteigen wird: um 1,9 Prozent oder 11,3 Millionen Franken. Mit dieser Steigerung werden jedoch die Vorgaben der Finanzstrategie klar verfehlt, und zwar um 18,4 Millionen Franken.

Yvonne Anliker; rem

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.