Bürgerliche fordern Kandidatencheck

Nach dem Skandal im Stadtrat Zug wird der Ruf nach Massnahmen laut. Zwei Strategien stehen im Vordergrund.

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Die überparteiliche Bürgerinitiative BS 14 fordert eine strikte Durchleuchtung aller von ihnen unterstützten Stadtratskandidaten. (Bild aufgenommen in der Staatskanzlei Zug) (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Die überparteiliche Bürgerinitiative BS 14 fordert eine strikte Durchleuchtung aller von ihnen unterstützten Stadtratskandidaten. (Bild aufgenommen in der Staatskanzlei Zug) (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Der Fall Romer hat in der Stadt Zug hohe Wellen geworfen. Als Konsequenz aus dem Politskandal gibt es seitens der politischen Akteure vor allem zwei Forderungen: Die Alternative-die Grünen will für Stadträte schnellstmöglich das bisherige Hauptamt, das noch Nebentätigkeiten zulässt, durch das Vollamt ersetzen. Zudem fordert unter anderem die überparteiliche Bürgerinitiative BS 14, die im Hinblick auf die Stadtratswahlen von 2014 eine bürgerliche Mehrheit anstrebt, eine strikte Durchleuchtung aller von ihnen unterstützten Stadtratskandidaten. Im Komitee sitzen Vertreter von CVP, FDP und SVP.

«Rücktritt hat viel Druck abgebaut»

«Die Wähler haben ein Anrecht auf Persönlichkeiten in der Stadtregierung, die sich voll und ganz ihrer Regierungstätigkeit widmen können», betont Jolanda Spiess-Hegglin, Vorstandsmitglied der Grünen. «Wir brauchen unabhängige Stadträte», doppelt sie nach. Durch die Einführung des Vollamtes hätte ein solcher Finanzskandal verhindert werden können, ist Spiess überzeugt. Denn für Zeit raubende Mandate oder grosse Geschäftstätigkeiten bliebe dann gar keine Zeit.

Das Stadtparlament wird sich voraussichtlich im Februar mit der Einführung des Vollamtes und einer gleichzeitigen Lohnerhöhung für die Stadträte befassen. «Um das Vollamt attraktiv zu machen, ist sicher über eine Lohnerhöhung zu diskutieren. Stadträte sollen sich zu einem angemessenen Lohn auf ihre Arbeit konzentrieren», erklärt Jolanda Spiess. Das Vollamt solle nun aber losgelöst von der Frage der Lohnanpassung eingeführt werden. «Der Rücktritt von Ivo Romer hat viel Druck abgebaut», zeigt sich Spiess erleichtert. Denn der Umstand, dass Romer in zwei Wochen die Budgetdebatte im Stadtrat geführt hätte, wäre absolut unvorstellbar gewesen.

Stephanie Hess und Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag Ausgabe Zug oder im E-Paper.