BUNDESGELDER: Zuger Agglo-Programm erhält 63 Mio. Franken

Die Zuger Agglomerationsverkehr-Projekte mit 63 Mio. Franken unterstützt werden. Doch nicht alle Wünsche wurden vom Bundesrat berücksichtigt.

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Öffentlicher Verkehr in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Öffentlicher Verkehr in Zug. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Bundesrat bestätigt in seiner Botschaft, die er am (heutigen) Mittwoch dem Parlament überwiesen hat, die gute Gesamtwirkung des Agglomerationsprogrammes Zug und den daraus abgeleiteten Beitragssatz von 40%, wie die Regierung mitteilt. Damit kann der Kanton Zug mit Bundesbeiträgen von insgesamt 63,2 Mio. Franken für jene Projekte rechnen, die der Bund der Priorität A zugewiesen hat. Diese A-Projekte haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von 158 Mio. Franken (Kostenstand 2005 exkl. MWSt.).

Von den Bundesbeiträgen entfallen rund 22,8 Mio. auf den Ausbau des Zuger Bussystems, 1,5 Mio. auf den Bau der neuen S-Bahn-Haltestelle Sumpf, 2,1 Mio. für Veloinfrastrukturen, 0,9 Mio. für die Realisierung eines Parkleitsystems sowie 35,9 Mio. für die zwei Kammern A und C der Umfahrung Cham-Hünenberg.

Drittes Gleis fand kein Gehör
Nicht von Erfolg gekrönt waren die Bemühungen des Kantons Zug, das dritte Gleis zwischen Zug und Baar in die A- oder B-Liste aufzunehmen, wie es weiter heisst. Entgegen der Ansicht des Kantons beurteilte der Bund das Kosten-/Nutzen-Verhältnis eines dritten Gleises zwischen Zug und Baar als ungenügend und setzte dieses öV-Vorhaben in die C-Liste. Damit wurden vom Bund die Kammern B und C der Umfahrung Cham - Hünenberg, die Verbindung Grindel - Bibersee, die Tangente Zug - Baar, der 2. Teil des öV-Feinverteilers auf Eigentrassee sowie der Viertelstundentakt auf dem Stadtbahn- und S-Bahn-Netz inkl. des dritten Gleises zwischen Zug und Baar in die C-Liste versetzt. Auf Wunsch des Kantons wurde das Projekt Stadtbahn-Haltestelle Baar-Sennweid von der A- in die B-Liste verschoben.

scd