BUNDESGERICHT: Hecke muss weg – die Garage nicht

Ein Villenbesitzer weiss seine Privatsphäre zu schützen. Dazu sind ihm viele Mittel recht. Jetzt hat ihn das Bundesgericht zurückgepfiffen.

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Gerichtsfall wegen zu hohen Thujabäumen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Gerichtsfall wegen zu hohen Thujabäumen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Als das Ehepaar P.* und S.* im Jahr 2000 an der Forchwaldstrasse in Walchwil ihr Haus kauften, genossen sie eine fantastische Sicht auf den Zugersee. So steht es im kürzlich veröffentlichten Bundesgerichtsentscheid. Dies änderte sich mit dem Bau einer Villa auf dem tiefer liegenden Nachbargrundstück, das dem Schweden C.* gehört. «Um seine Privatsphäre zu schützen», so sein Zuger Anwalt, liess er nicht nur eine Thujahecke anpflanzen, sondern auch zwei Hochstämmer. Die Sicht vom Nachbargrundstück P. wurde «durch die sich gleich einer undurchdringlichen Mauer meterhoch auftürmenden Hecke fast vollständig verbarrikadiert», hatte das Zuger Obergericht festgestellt. Es verpflichtete Villenbesitzer C. vor einem Jahr, die Thujahecke jeweils auf den 31. März auf maximal 1,5 beziehungsweise 1,8 Meter zu stutzen.

Exklusives Wohngebiet
Das Bundesgericht hat dies nun bestätigt. Durch die meterhohe Pflanzenhecke werde die Wohn- und Lebensqualität der Nachbarn «in drastischer Weise beeinträchtigt».

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».