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BUNDESHAUS: Zuger fallen im Umweltrating ab

Die Nationalräte aus dem Kanton Zug stimmten im vergangenen Jahr selten im Sinne der Umwelt. Zu diesem Schluss kommen Umweltverbände und sorgen damit bei den Bewerteten für Kopfschütteln.
Zoe Gwerder, Christopher Gilb
Das Naturschutzgebiet Sumpf am Ufer des Zugerses. (Archivbild: Stefan Kaiser/ZZ)

Das Naturschutzgebiet Sumpf am Ufer des Zugerses. (Archivbild: Stefan Kaiser/ZZ)

Zoe Gwerder, Christopher Gilb

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

Die Zuger Vertretung im Nationalrat stimmt nicht umweltfreundlich – sogar noch deutlich weniger als der Durchschnitt im Nationalrat. Dies ist das Fazit eines Umweltratings von Greenpeace, WWF, Pro Natura und VCS. Die sogenannte Umweltallianz hat dazu die aus ihrer Sicht relevanten Abstimmungen im vergangenen Jahr ausgewertet.

Niedrigste Zuger Umweltbilanz hat demnach FDP-Nationalrat Bruno Pezzatti. Von den 19 relevanten Abstimmungen hat er nur bei einer nicht dagegen gestimmt – er war abwesend. Damit befindet er sich ganz hinten im Ranking, inmitten eines Grossteils der SVP-Räte. Angesprochen auf das Resultat meint Pezzatti: «Diese Umfrage ‹isch für d’Füchs›.» Da diese von Seiten der Umweltverbände komme, sei sie einfach nur einseitig. Er selber sieht sich nicht als «umweltfeindlich». «Ich bin ein Naturfreund und habe einen Leistungsausweis im umweltschonenden Obstbau.» Bei einem Grossteil der ausgewerteten Abstimmungen sei es um Verbote gegangen. «Als liberaler, freisinniger Politiker kann ich da nicht zustimmen.»

Auch Aeschi und Pfister auf hinteren Rängen

Immer noch weit hinten steht auf dem Ranking der Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi. Er hat bei 2 der 19 Abstimmungen nicht gegen die Umwelt votiert. Bei einer von den beiden war er abwesend. Dass er ebenfalls weit hinten liegt, stört ihn nicht. «Die SVP ist grundsätzlich eine umweltfreundliche Partei, wir machen uns ja auch für die Bauern stark.» Die Umweltverbände hinter dem Rating würden aber denken, umweltfreundlich sei es, die Steuern und Abgaben zu erhöhen und für mehr Regulierungen zu sorgen. «Doch das ist der falsche Weg», so Aeschi.

CVP-Präsident Gerhard Pfister hat bei 6 der 19 Vorlagen Ja gestimmt. Bei zwei weitern war er abwesend. Er hält nichts von der Rangliste. «Solche Lobbyistengruppen machen ihre Ratings nach den eigenen Interessen. Für mich ist es wichtig, dass es einen Ausgleich von Umwelt und Wirtschaft gibt.»

Die Jungen Alternativen des Kantons Zug haben in einem offenen Brief zum Rating Stellung genommen und kritisieren die Zuger Resultate. Co-Präsident Konradin Franzini meint: «Was die Zuger Politiker hier bieten, ist keine zukunftsorientierte Politik. Der Klimawandel ist Fakt.» Auch wenn die Umfrage interessensgebunden sei, zeige sie klar, dass diese Politiker nicht auf die Umwelt schauen, so Franzini.

Hinweis

Das ganze Rating unter: www.umweltrating.ch

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