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BUNDESRATSWAHL: Zug bereitet Bundesratsfeier vor

Der Countdown läuft. In einer Woche könnte es so weit sein – und Zug seinen dritten Bundesrat bekommen: Thomas Aeschi. Die Festvorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.
Vor 42 Jahren konnten die Zuger zum letzten Mal einen Bundesrat feiern. Auf dem Bild in Cham. (Bild: Staatsarchiv des Kantons Zug / Rupy Enzler)

Vor 42 Jahren konnten die Zuger zum letzten Mal einen Bundesrat feiern. Auf dem Bild in Cham. (Bild: Staatsarchiv des Kantons Zug / Rupy Enzler)

wolfgang holz

Die Spannung steigt und steigt: Wird es dem Baarer SVP-Nationalrat Thomas Aeschi nächsten Mittwoch gelingen, sprich: Wird er von der Vereinigten Bundesversammlung zum dritten Zuger Bundesrat gewählt? Das wäre zweifellos ein historischer Moment für den kleinsten Vollkanton der Schweiz – aus dem es ja bisher erst der Menzinger Philipp Etter (1934) und der Walchwiler Hans Hürlimann (1973) in den Bundesrat geschafft haben.

«Endlich ein Baarer»?

Noch ist alles offen. Sicher ist indes, dass die Vorbereitungen für eine würdige Feier im Fall des Falles längst aufgegleist sind. «Es wäre endlich und richtigerweise mal Zeit, wenn ein Baarer zum Bundesrat gewählt werden würde», sagt Gemeindepräsident Andreas Hotz in lokalpatriotischer Vorfreude. Wobei die Baarer Exekutive bereits eine Art Fan-Delegation in Gestalt des Gemeindepräsidenten höchstpersönlich, des Vize-Gemeindepräsidenten Paul Langenegger, des Gemeindeschreibers Walter Lipp und des Gemeindeweibels Marco Kathriner am Wahltag selbst nach Bern schickt, um Aeschi vor Ort die Daumen zu drücken. Und um diesem dann möglicherweise gleich persönlich zu gratulieren. «Wir nehmen den Zug um 5.45 Uhr und sind dann am selben Tag wieder abends zurück», so Hotz.

Heisse Wurst, Bier und Punsch

Gut eine Woche später, am 17. Dezember, gäbe es dann in Baar einen Festakt für den frisch gewählten Bundesrat, an dem das Volk teilnehmen könnte. «Geplant wäre zunächst ein Empfang am Bahnhof, wo der Sonderzug mit dem neuen Bundesrat eintreffen würde», so Hotz. Gegen 15 Uhr würde man dann vor dem Schulhaus Marktgasse volksnah feiern. «Nach Baarer Tradition etwa mit Bier, heisser Wurst und Punsch», skizziert Andreas Hotz einige der wahrscheinlichen Fest-Ingredienzen. Champagner gäbe es keinen. Dieser sei auch angesichts der Veranstaltung, die im Freien stattfinde, nicht so geeignet. Am Abend dann, gegen 18 Uhr, sollen sich die offiziellen Festgäste – nach einem Umzug durch Baar – in der Waldmannhalle einfinden.

Kanton bezahlt die ganze Feier

Was Baars Gemeindepräsident Andreas Hotz verschweigt: Die gesamte Organisation und die Federführung für die geplante Bundesratsfeier in Baar befindet sich in den Händen des Kantons. «Der Kanton finanziert die ganzen Feierlichkeiten», erklärt Zugs Landammann Heinz Tännler. Grundsätzlich gebe es keine gesetzliche Verpflichtung, so ein Fest auszurichten – «aber für den Kanton ist es natürlich ein Ausdruck der Freude, so etwas veranstalten zu dürfen, wenn ein Zuger in den Bundesrat gewählt wird. Der Respekt vor so einer ehrenvollen Wahl gebietet es zudem, dass sich der Kanton erkenntlich zeigt», versichert der Zuger Regierungsrat und SVP-Parteikollege von Thomas Aeschi. Tännler selbst wird ebenfalls im Rahmen einer Delegation des Kantons nächsten Mittwochmorgen live die Bundesratswahl in Bern mitverfolgen – um gegebenenfalls persönlich gratulieren zu können. «Ich gönne es Thomas Aeschi, sollte er gewählt werden», sagt der Zuger Landammann. Auch sei ein Apéro vor Ort geplant.

Zur offiziellen Bundesratsfeier in der Waldmannhalle in Baar würden sich laut Tännler dann am 17. Dezember abends sechs- bis achthundert geladene Festgäste einfinden: neben dem frisch gewählten Bundesrat ein weiterer Bundesrat als Begleitung, National- und Ständeräte – nicht nur aus dem Kanton Zug –, der Zuger Regierungsrat sowie Zentralschweizer und Zürcher Regierungsräte, alle Zuger Kantonsräte, Delegationen der Zuger Einwohner-, Bürger- und Kirchgemeinden, Vertreter des Gerichts sowie weitere Gäste. «Was die Feier kosten wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen», so Tännler. Augenmass sei oberstes Gebot.

Hans Hürlimann und seine Frau Marie-Theres wurden in verschiedenen Gemeinden empfangen. (Bild: Staatsarchiv des Kantons Zug / Rupy Enzler)

Hans Hürlimann und seine Frau Marie-Theres wurden in verschiedenen Gemeinden empfangen. (Bild: Staatsarchiv des Kantons Zug / Rupy Enzler)

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