BUONAS: Stadtschreiber baute ohne Bewilligung

Ein Baugesuch für einen Windfang beschert einem Juristen wohl Ärger. Denn der Anbau steht schon – aber ohne Bewilligung.

Charly Keiser
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Das Bauvorhaben wurde realisiert, obwohl die Bewilligung dazu fehlt. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Das Bauvorhaben wurde realisiert, obwohl die Bewilligung dazu fehlt. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Alexandre von Rohr ist Jurist. Und zwar kein gewöhnlicher. Viel mehr berät er als Stadtschreiber seit dem 1. September und als Nachfolger von Arthur Cantieni die Stadtregierung und den grossen Gemeinderat in rechtlicher Hinsicht. So unter anderem auch in Bauangelegenheiten, wo gefragt ist, was Recht und Unrecht ist.
Doch genau damit scheint von Rohr – wenn es um ihn selber geht – Mühe zu bekunden. Zur Vorgeschichte: Im Mai dieses Jahres wurde das Kupferdach des Windfangs an seinem Einfamilienhaus in Buonas wegen Hagels in Mitleidenschaft gezogen. Statt den Schaden zu reparieren, entschloss er sich, einen Neubau zu realisieren. Doch von Rohr baute nicht einen Ersatz, sondern er baute grösser. Und zwar so gross, wie er es in seiner Baueingabe im Jahre 2007 geplant hatte. Eine Baubewilligung hatte er damals aber nicht bekommen. Vielmehr beschied ihm das Amt für Raumplanung, das Mass der möglichen Erweiterungen sei erschöpft.

«Das ist einfach nur unglaublich»

Wenn jemand in einer Bauzone so etwas mache, sei das eins, sagt ein Zuger Jurist, der täglich mit dem Baurecht zu tun hat. «Doch wenn das jemand ausserhalb der Bau- und in einer Seeuferschutz- und Landschaftsschutzzone macht, ist das einfach nur unglaublich. Das lässt mich an unserem Rechtsstaat zweifeln.» Es handle sich um einen Ersatzbau, beteuert von Rohr. «Und da ist im Moment eine rechtliche Diskussion beziehungsweise ein Rechtsstreit im Gang.»

Der ganze Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zuger Presse