BUSSTATION STEINHOF: Stadt Zug gibt Fehler zu: Busse halten wieder beim «Steinhof»

Vor einem halben Jahr hat die Stadt Zug die Bushaltestelle Steinhof gestrichen – aus Spargründen. Jetzt machen die Behörden einen Rückzieher.

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Die Haltestelle Steinhof an der Bahnhofstrasse in der Stadt Zug. Die Bänke sind noch da, genutzt wird die Haltestelle nicht mehr. (Bild Stefan Kaiser)

Die Haltestelle Steinhof an der Bahnhofstrasse in der Stadt Zug. Die Bänke sind noch da, genutzt wird die Haltestelle nicht mehr. (Bild Stefan Kaiser)

Zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember hat die Stadt Zug bekannt gegeben, dass sie die Bushaltestelle Steinhof zwischen Postplatz und Metalli streicht. Der Grund: Mit dem Verzicht auf die Haltestelle Steinhof könne die Stadt jährlich rund 60'000 Franken sparen. Für jeden Halt eines Linienbusses bezahle die Stadt 53 Rappen an den Kanton. Weiter zeigte sich der Stadtrat überzeugt, dass die Nähe zur Haltestelle Postplatz – diese beträgt rund 160 Meter – für die Fahrgäste tragbar sei.

Doch mit dieser Annahme irrte die Stadt. Gross war der Ärger in der Bevölkerung über die Aufhebung der Haltestelle. Von verschiedenen Seiten gab es Widerstand, so etwa von älteren Menschen, aber auch von der Coop Genossenschaft der Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich, welche Verkaufseinbussen beanstandete. Zusätzlich reichten zwei Gemeinderätinnen der CSP im Februar ein Postulat ein, welches einen benutzerorientieren öffentlichen Verkehr fordert.

Jetzt, ein halbes Jahr die Kehrtwende: «Der Stadtrat hat die Situation nochmals analysiert und nach gründlichen Überlegungen den Beschluss rückgängig gemacht», schreibt die Stadt Zug in einem Communiqué vom Dienstag. «Wir haben die Vor- und Nachteile nochmals einander gegenübergestellt, es war uns zu wenig bewusst, dass von der Aufhebung der Bushaltestelle besonders ältere Menschen betroffen sind», wird Urs Raschle, Vorsteher Departement Sicherheit, Umwelt und Soziales, in einer Mitteilung zitiert.

Die Haltestelle der Busstation Steinhof steht der Bevölkerung voraussichtlich mit Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wieder zur Verfügung.

pd/rem/st