Buvette am Zugersee: Junges Team öffnet das Beizli ab der zweiten Juliwoche

Anfang Sommerferien nimmt die neue Buvette «Quai Pasa» am Alpenquai den Betrieb auf. Das Konzept von drei jungen Zugern hat die Stadt überzeugt.

Laura Sibold
Merken
Drucken
Teilen
So soll die Buvette «Quai Pasa» (rechts) beim Alpenquai aussehen.

So soll die Buvette «Quai Pasa» (rechts) beim Alpenquai aussehen.

Visualisierung: PD

Den Tag gemütlich am Alpenquai mit einem erfrischenden Getränk an einer Buvette ausklingen lassen, das wird bald möglich sein. Ab der zweiten Juliwoche ist das neue Beizli namens «Quai Pasa» auf dem Kiesplatz am Alpenquai offen. Es soll ein attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt werden, der zum Verweilen einlädt. Nachdem die Stadt Zug Ende März einen Standplatz für den Betrieb einer Buvette beim Kiesplatz Schützenmatt in einem offenen Verfahren ausschrieb, bewarben sich vier Pächter. Überzeugt hat das Konzept der drei jungen Zuger Kevin Horat, Jonas Mehr und Tim Steffen. «Ihr breites Know-how in den Bereichen Gastronomie, Nachhaltigkeit und Kultur bildet die optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Betrieb», schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Viel Selbstgemachtes und ein Kulturangebot

Das Gastrokonzept von «Quai Pasa», spanisch que pasa für «was läuft», setzt konsequent auf saisonale Produkte, lokale Partnerbetriebe und wo möglich auf innovative Kleinbetriebe. Jonas Mehr sagt dazu:

«Uns ist es wichtig, den Bezug zur Konsumware zu fördern. Deshalb arbeiten wir bewusst mit lokalen Produzenten zusammen und haben auch Eigenproduktionen im Sortiment.»

Denkbar seien selber gemachte Softdrinks, Salate oder Kuchen. Diese kann der gelernte Konditor-Confiseur Kevin Horat ebenso herstellen wie der selbstständige Gastronom Tim Steffen. Jonas Mehr ist als Programmleiter beim Zuger Openair Waldstock engagiert und befasst sich als Umweltingenieur mit Nachhaltigkeit.

Jonas Mehr, Kevin Horat und Tim Steffen (von links) werden die Sommer-Buvette am Zuger Alpenquai betreiben.

Jonas Mehr, Kevin Horat und Tim Steffen (von links) werden die Sommer-Buvette am Zuger Alpenquai betreiben.

Bild: PD

Nachhaltigkeit ist denn auch ein grosses Thema für die neuen Buvetten-Pächter. So wollen die drei jungen Zuger möglichst keinen Abfall generieren. Bei Liefertransporten sowie bei der Ausgabe von Speisen und Getränken sollen ausschliesslich Mehrwegsysteme zum Einsatz kommen und Food-Waste mit einem gezielten Angebot und einer «Es het solangs het»-Philosophie auf ein Minimum reduziert werden.

Jonas Mehr spricht zudem von «hoher Qualität zu fairen Preisen» und einem geplanten punktuellen Kulturangebot. Zum Konzept und den angedachten Veranstaltungen will er noch nicht viel verraten, grundsätzlich sei vom Boccia-Turnier bis zum Poetry Slam alles denkbar. «Wir planen bereits etwas für diesen Sommer, sind aber auch offen für Ideen aus der Bevölkerung», betont Mehr.

Beiz soll das Areal am See beleben

«Ziel der Sommer-Buvette ist es, die Seeanlagen auch in den späten Abendstunden mit einem durchmischten Publikum zu beleben», heisst es in der Mitteilung der Stadt Zug weiter. Diese stützt sich dabei auf die guten Erfahrungen mit dem Gastrokonzept beim Badeplatz Siehbach, auch Männerbadi genannt. Der Betrieb des Kiosks habe sich positiv auf das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ausgewirkt und es sei weniger Littering und Sachbeschädigungen festgestellt worden.

Die Buvette «Quai Pasa» am Alpenquai nimmt ihren Betrieb zum Start der Sommerferien in der zweiten Juliwoche auf. Sie wird bei schönem Wetter montags bis donnerstags von 17 bis 24 Uhr und freitags bis sonntags von 11 bis 24 Uhr geöffnet sein. Die Vergabe des Standplatzes am Alpenquai erfolgt vorerst für eine Sommersaison. Bei gegenseitiger Erfüllung der Erwartungen werde der Vertrag um vier Jahre verlängert, so die Stadt.

Auf www.quai-pasa.ch können sich Interessierte für den Newsletter der jungen Pächter eintragen, um Neuigkeiten zur Buvette und den geplanten Veranstaltungen zu erfahren.