CASH-KARTE: Bezahlen soll künftig noch schneller gehen

Mit der Kreditkarte zahlen ohne Pin-Code und ohne Unterschrift: Im Kanton Zug ist das jetzt möglich. Das Bargeld wird trotzdem nicht verschwinden.

Merken
Drucken
Teilen
Bargeldlos zahlen der nächsten Generation – hier etwa bei der Beckerei Speck in Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Bargeldlos zahlen der nächsten Generation – hier etwa bei der Beckerei Speck in Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Es kling so einfach: kurz mit der Kreditkarte winken und schon ist die Zeitung am Kiosk bezahlt. Unterschreiben? Nicht nötig. Die Karte ins Lesegerät stecken? Überflüssig. Kontaktloses Zahlen oder «Paypass» heisst das Ganze, und die Kreditwirtschaft und die Banken erhoffen sich viel von der neue Technologie. Zuger und Zugerinnenkönnen jetzt als erste Zentralschweizer ihre Kreditkarte mit dem nötigen Chip ausrüsten lassen – das gilt allerdings vorerst nur für die Kunden der Zuger Kantonalbank. Denn die Bank hat zusammen mit dem Schweizer Kreditkartenunternehmen Aduno ein Pilotprojekt gestartet.

25 Geschäfte sind schon dabei
Die Bank rüstet nach und nach ihre rund 11'000 Kreditkartenkunden mit den entsprechenden Karten aus und finanziert darüber hinaus noch 30 Lesergeräte in Zuger Geschäften. Ohne ein spezielle Lesergeräte funktioniert das Ganze allerdings nicht. Dieses Gerät kostet rund 450 Franken.

Bisher machen 25 Zuger Händler mit. Die meisten sind Konfiserien oder Papeterien aber auch ein Restaurant und ein Optiker ist dabei. Doch auch der Rest der Zentralschweiz muss nicht mehr lange warten. «Ab Jahresende werden alle Schweizer Kantonalbanken dabei sein», sagt Bettina Freihofer, Pressesprecherin der Aduno Gruppe. Ausserdem sei das Unternehmen noch mit den Raiffeisenbanken im Gespräch, «unterschrieben ist aber noch nichts».

Sicher wie normale Kreditkarte
Sinn mache die neu Art des Zahlens besonders in Geschäften, in denen die Kunden für eher kleine Beträge einkaufen, sagt Peter Durrer, Technologie-Chef bei der Aduno. Denn wirklich kontaktlos zahlen kann man nur, wenn es sich um weniger als 40 Franken handelt. Bei höheren Beträgen muss man nicht nur die Karten vor das Lesegerät halten, sondern auch einen Pin eingeben. «Damit auch alles sicher abläuft», erklärt Durrer.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.