Caspar-Wolf-Ausstellung prägt den Neustart von Murikultur

Die Stiftung sucht nach den Coronalockerungen die Normalität in angepasster Form.

Eddy Schambron
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Blick ins Museum Caspar Wolf: Eine Matinee gibt es am 28. Juni.

Blick ins Museum Caspar Wolf: Eine Matinee gibt es am 28. Juni.

Bild: Eddy Schambron

Die Stiftung Murikultur blickt auf ein besonderes Jahr 2019 zurück: Einerseits konnte das 50-jährige Wirken gefeiert werden, andererseits wurden mit der Eröffnung des Museums Caspar Wolf, des Singisen-Forums und des Singisen-Ateliers Weichen für die Zukunft gestellt. 52 Konzerte, 336 Führungen, 58 weitere Anlässe, rund 45000 Besucherinnen und Besucher sowie 23800 zusätzliche Kontakte im Besucherzentrum, das sind Zahlen, die im Jahresbericht der Stiftung veröffentlicht werden. Nach den Coronalockerungen geht es wieder weiter.

«Es war ein Jahr voller Höhepunkte», stellen Robert Häfner, Präsident des Stiftungsrates und Geschäftsführerin Heidi Holdener fest. Ein ganz besonderer, emotionaler Moment sei 2019 jener der Rückführung der Caspar-Wolf- Sammlungsbestände aus dem Aussendepot des Aargauer Kunsthauses in ihre Heimat Muri gewesen. «The Muri Competition» brachte bereits zum dritten Mal junge Musikerinnen und Musiker nach Muri, die die international in Fachkreisen sehr anerkannten Preise für Fagott und Oboe gewinnen wollten.

Und im September wurde das Dorf zum eigentlichen Kulturschauplatz mit den 8. Murikulturtagen und mit dem Jubiläumsanlass zum 50-jährigen Bestehen von Murikultur, vormals Kulturstiftung St.Martin. «Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt von Murikultur.» Rund 180 Mitwirkende würden sich grösstenteils ehrenamtlich engagieren. «Ohne sie wäre eine Vielzahl unserer Projekte weder denkbar noch realisierbar.»

Virus brachte jähen Programm-Unterbruch

Eigentlich würde Murikultur mitten in der neuen Saison stehen, wäre nicht die Coronapandemie dazwischen gekommen. «Schweren Herzens mussten wir verschiedenste Veranstaltungen absagen; einige konnten wir glücklicherweise verschieben», halten Häfner und Holdener fest.

«Wir bleiben zuversichtlich, dass sich die Lage weiter entspannt und hoffen, die Veranstaltungen nach den Sommerferien wie geplant, durchführen zu können.»

Die Ausstellung «Hugo Suter zu Besuch bei Caspar Wolf» geht am Sonntag, 28.Juni, 11Uhr, mit einer Matinée mit Klaus Merz wieder auf. Merz ist auch am Samstag, 26.September, 17Uhr, hier zu Besuch. Führungen mit dem Kurator Beat Wismer finden jeweils am 10. und 31.Oktober, 15Uhr, statt. Mit zwei neuen Leihgaben öffnet die Wechselausstellung im Museum Caspar Wolf unter dem Titel «Schwindel und Schrecken – Lust und Entzücken. Alpenrezeption 1700 bis 1800» am Samstag, 26.August, 14Uhr, ihre Tür.

Der zweite Teil der Saison von «Musik in der Klosterkirche» soll wie geplant durchgeführt werden können. Zusätzlich konnten für die drei Konzerte im Hochchor mit den Ensemble Ersatztermine im August und September gefunden werden. «So kann ein wesentlicher Teil des Programms 2020 gerettet werden», freut sich Murikultur-Geschäftsleiterin Heidi Holdener. Auch bei «Musik im Festsaal» ist sie zuversichtlich, dass die Saison wie geplant weitergeführt werden kann. Ebenfalls im Plan sind die Murikultur-Tage vom 11. bis 14.September und am Schluss des Jahres die Reihe «Wunderbare Weihnachtsbräuche aus aller Welt» im Museum Kloster Muri. Gezeigt wird funkelnder Weihnachtsschmuck mit einem Blick auf das Viktorianische Zeitalter aus der Sammlung Dünnenberger.

Aktuelle Informationen finden Sie auf www.murikultur.ch