CHAM: 2,27 Millionen für weitere Ausgrabungen

Die archäologische Rettungsgrabung beim Alpenblick in Cham läuft. Nun hat der Zuger Regierungsrat den Restkredit von 2,27 Millionen Franken für die Grabungen freigegeben.

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Die Archäologen zeigen im Chamer Alpenblick ihre Arbeit anlässlich des Denkmaltages im September 2009. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Archäologen zeigen im Chamer Alpenblick ihre Arbeit anlässlich des Denkmaltages im September 2009. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Seit Anfang Juli läuft auf dem Alpenblick eine grosse archäologische Rettungsgrabung. Dabei konnte die Kantonsarchäologie Zug der Direktion des Innern bereits fünf prähistorische Pfahlbaudörfer der Jungsteinzeit und der Bronzezeit nachweisen. Darunter befindet sich das jüngste Dorf der Schnurkeramik-Kultur der Schweiz.

Der Kantonsrat hat für die Rettungsgrabung einen Kredit von 4,27 Millionen Franken gesprochen, wovon vorerst 2 Millionen Franken für die Untersuchung eines Teils der bedrohten Fundstelle freigegeben wurden. Wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Zug heisst, hat der Regierungsrat nun «angesichts der Qualität und der nationalen Bedeutung der Entdeckungen» den Restkredit in der Höhe von 2,27 Millionen Franken freigegeben. 

Nebst Tausenden von Holzpfählen der prähistorischen Häuser konnten in Cham auch kostbare Funde sichergestellt werden: Werkzeuge und Waffen, darunter viele Steinbeile und Pfeilspitzen aus Feuerstein, sowie Kochtöpfe aus Keramik. Besondere Raritäten sind kleine Schmuckperlen aus Kalkstein.

ana