CHAM: Aus der alten Käserei kommt Kuh-Gold

Erstmals wird das Natur- produkt Colostrum in der Schweiz produziert. Wozu es hilft, darf jedoch ausdrücklich nicht gesagt werden.

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Marc-Rene Paravicini im Produktionsraum der Firma Swiss Bio Colostrum. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Marc-Rene Paravicini im Produktionsraum der Firma Swiss Bio Colostrum. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

In der alten Käserei in Niederwil bei Cham fliesst wieder Milch – vielmehr das «Gold der Kuh». Colostrum nennt sich der goldgelbe Saft: Es handelt sich dabei um die erste Milch der Kuh, die für den Nachwuchs in den ersten fünf Tagen produziert wird.

Diese Erstmilch, auch Biestmilch genannt, ist reich an wertvollen Antikörpern und Mineralstoffen, enthält alle Aminosäuren sowie diverse Vitamine und organische Moleküle. «Bauern kennen die Wirkung von Colostrum. Für das neugeborene Kalb ist es lebenswichtig», erklärt Marc-René Paravicini, Geschäfts- und Verkaufsleiter der Swissbiocolostrum AG. Die Firma im Zweimannbetrieb mit Sitz in Niederwil ist die erste schweizweit, die Colostrum verarbeitet. Die produzierten Kapseln werden im Fachhandel vertrieben: 40 Apotheken und Drogerien haben das Produkt im Sortiment.

Lebensmittelkontrolle prüft
Colostrum ist ein Lebensmittel, so definiert es die Eidgenössische Verordnung über Lebensmittel tierischer Herkunft. Als solches unterliegt es strengen Richtlinien, welche vom kantonalen Amt für Lebensmittelkontrolle regelmässig überprüft werden. Erst wenn der Kantonschemiker Werner Ettel grünes Licht gebe, könne die Charge weiterverarbeitet und verkapselt werden, so Paravicini. Die Richtlinien sehen auch vor, dass beispielsweise keine Heilsversprechen gemacht werden dürfen.

Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.