CHAM: Cham mit 3 Millionen Franken Überschuss

Die Gemeinde Cham kann erneut einen positiven Abschluss vorweisen. Dank tieferen Aufwendungen und leicht höheren Einnahmen schliesst die Rechnung 2014 mit einem positiven Ergebnis in der Höhe von rund 3 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 104‘000 Franken.

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Cham hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet. (Symbolbild Neue ZZ)

Cham hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet. (Symbolbild Neue ZZ)

Zum positiven Rechnungsabschluss 2014 haben unter anderem erneut die Grundstückgewinnsteuern mit höheren Erträgen von knapp 1.1 Millionen Franken gegenüber dem Budget beigetragen. Hingegen wurde bei den Einkommenssteuern das Budget nicht erreicht, so dass die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen tiefer ausgefallen sind. Bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen ergab sich erfreulicherweise eine gegenläufige Entwicklung: Insgesamt konnten hier Mehreinnahmen von 600'000 Franken gegenüber dem Budget verbucht werden.

Der Gesamtaufwand ist gegenüber dem Budget um knapp 2.9 Millionen Franken tiefer ausgefallen. Ein grosser Teil davon ist auf die tieferen Abschreibungen zurückzuführen. Dies wegen der Gewinnverwendung des Rechnungsergebnisses 2013, die für zusätzliche Abschreibungen des Verwaltungsvermögens genutzt wurde. «Erfreulich ist wiederum die Tatsache, dass der am ehesten beeinflussbare Sachaufwand um CHF 0.9 Mio. tiefer ausgefallen ist als veranschlagt», so die Gemeinde Cham in einer Mitteilung.

Die Nettoinvestitionen sind rund 1.9 Millionen Franken höher ausgefallen als vorgesehen, was insbesondere auf den Landkauf für die Erweiterung des Villetteparks zurückzuführen ist, welcher erst im Jahr 2014 abgeschlossen werden konnte.

53% Selbstfinanzierungsgrad

Das Rechnungsergebnis und die höheren Investitionen ergeben einen Selbstfinanzierungsgrad von 53 %. Der Selbstfinanzierungsgrad gibt Antwort auf die Frage, inwieweit die Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln bezahlt werden können. Ein Selbstfinanzierungsgrad unter 100% führt zu einer Neuverschuldung respektive zu einer Reduktion der Liquidität. In Anbetracht der kommenden Investitionen, z.B. für die Sanierung der Schulanlagen Röhrliberg oder das Parkhaus Rigistrasse, muss jedoch damit gerechnet werden, dass das Vermögen weiterhin sinken wird.

pd/shä