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CHAM: Der 100-jährige Schluechthof zeigt sich zukunftsorientiert

Das Landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum LBBZ Schluechthof feierte sein 100-jähriges Bestehen. Dass der Bauernberuf eine spannende Zukunft hat, kam während des Festtages deutlich zum Ausdruck.
Dorotea M. Bitterli
Bei solch einem Traktor will jeder gerne einmal am Steuer sitzen.Bild: Stefan Kaiser (Cham, 2. Juli 2017)

Bei solch einem Traktor will jeder gerne einmal am Steuer sitzen.Bild: Stefan Kaiser (Cham, 2. Juli 2017)

Das Jubiläumsfest des Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums LBBZ Schluecht­hof am Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst. Hunderte von Menschen, den wettergegerbten Gesichtern nach zu schliessen vorwiegend aus dem Bauernstand, sassen vor dem Regen geschützt im Festzelt an langen Tischen, lauschten der Darbietung des Jodelklubs Schlossgruess und der Predigt von Pfarrerin Rahel Albrecht.

Der Rektor des Zentrums, Martin Pfister, umriss dann mit wenigen Worten die heutige Si­tuation des Berufes: weniger romantisch, aber körperlich nicht mehr so anstrengend; der Preis eines Liters Milch ist gleich geblieben, der Lohn eines Knechts indes 20 Mal höher als damals; der Markt verhält sich schnelllebig, und die Ökologie bildet eine gesellschaftliche Herausforderung.

Gut ausgebildet in die Zukunft

Der Schluechthof wolle dazu beitragen, die jungen Zuger Bauern gut ausgebildet in diese Zukunft zu schicken, aber auch zu einem grünen Kompetenz- und Beratungszentrum mit überregionaler Ausstrahlung werden. Regierungsrat Matthias Michel liess dann die wechselvolle Geschichte des LBBZ Revue passieren, betonte, dass die Leitung während 100 Jahren von nur vier Direktoren bestritten wurde, was auf ihre Qualität schliessen liesse, und wies dann humorvoll darauf hin, dass der Schluechthof «nicht nur Landwirte ausbildet, sondern auch Politiker», zum Beispiel Bundesrat Philipp Etter als ehemaligen Lehrer oder Ständerat Peter Hegglin als ehemaligen Schüler am LBBZ. Nach dem Festakt warteten Stände mit Köstlichkeiten auf die Besucher.

Rundgang durch den Gutsbetrieb

Für die Kinder gab es einen Streichelzoo, eine Hüpfgrube und die Möglichkeit, Pony zu reiten. Raymund Gmünder und Willi Gut demonstrierten zusammen mit zwei jungen frischgebackenen Landwirten, wie sich das Ernten von Gras und Getreide historisch entwickelt hat: von Sense, Sichel und Dreschflegel zum grossen Mähwerk im Lohnunternehmen oder zum modernen Mähdrescher mit satellitengesteuerter Komfortkabine. Auch ein Rundgang durch den Gutsbetrieb wurde angeboten, sein Leiter René Hartmann beantwortete freudig alle Besucherfragen, und wieder war er zu spüren – zukunftsgerichteter Forschergeist in Verbindung mit Schollennähe.

Dorotea M. Bitterli

redaktion@zugerzeitung.ch

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