CHAM: Der Alpenblick war eine erste Adresse

Die Archäologen graben in Cham gegen die Zeit an. Dabei fördern sie kleine Sensationen zu Tage. Und grössere.

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Grabungs-Co-Leiterin Annick de Capitani mit dem gefundenen Dolch und der Schmucknadel. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Grabungs-Co-Leiterin Annick de Capitani mit dem gefundenen Dolch und der Schmucknadel. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Pfähle von Pfahlbausiedlungen aus der Jungsteinzeit, von etwa 3000 vor Christus: Sie sind nicht das Einzige, was die Kantonsarchäologie bei ihren Rettungsgrabungen im Alpenblick zu Tage fördert: Bisher sind Dutzende von Pfeilspitzen und Steinäxten aus der Steinzeit aufgetaucht. Schmuckperlen sind dabei, Muscheln, Schleifsteine und anderes Werkzeug. Wider Erwarten wurden auch sehr seltene Tongefässe aus der Schnurkeramik-Kultur von zirka 2420 vor Christus gefunden. Eine weitere kleine Sensation sind die Überreste eines Dolches aus der Bronzezeit (2200 bis 800 vor Christus) und eine rund 20 Zentimeter lange, gut erhaltene Schmucknadel.

Nur einen Bruchteil können die Archäologen der Direktion des Innern retten. Und sie müssen sich beeilen. Im Winter stehen die Arbeiten still, von Dezember bis Ende Januar. In gefrorenem Boden lässt sich schwer graben. Weder Zeitplan noch Budget dürfen überschritten werden. 2011 wird im Alpenblick gebaut.

Andrée Stössel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.