CHAM: Der Hirsgarten wird zur Genussmeile

Das erste World Food Festival Switzerland hat viele Besucher an den See gelockt. Das kulinarische Angebot war geprägt von einer verführerischen Vielfalt.

Hansruedi Hürlimann
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Am Food Festival im Cham ist für jeden etwas dabei – sogar die Vierbeiner. (Bild: Stefan Kaiser (6. August 2017))

Am Food Festival im Cham ist für jeden etwas dabei – sogar die Vierbeiner. (Bild: Stefan Kaiser (6. August 2017))

Hansruedi Hürlimann

redaktion@zugerzeitung.ch

Ein herrlicher Sommerabend an einem gediegenen Ort sowie kulinarische Köstlichkeiten – verspeist im Kreise der Familie oder von Freunden – vermittelten am Wochenende ein Feriengefühl pur. Und das nicht etwa in der Karibik, sondern am Zugersee.

Möglich machte es das World Food Festival, das im Sommerhalbjahr an mehreren Orten in der Schweiz Gastrecht geniesst. So auch zum ersten Mal im Chamer Hirsgarten, wo man an drei Tagen bezüglich Speis und Trank die Qual der Wahl hatte. Denn vertreten waren mehrere Anbieter mit ihren professionell ausgestatteten mobilen Küchen mit Gerichten aus aller Welt. Wie zum Beispiel Rhys Munasser, ein waschechter Engländer mit einem originalen Fish & Chips-Angebot. Sehr schnell stellte man fest, dass er auch Deutsch verstand, vor allem, wenn es um den Verkauf seiner Produkte ging.

Als Gast konnte man die Zubereitung der Gerichte live mitverfolgen und eins zu eins begutachten, bevor man zugriff und sich an einen der vielen Tische setzte, die vom Veranstalter unter Sonnendächern aufgestellt worden waren. Verlockend waren die kleinen Versuchsportionen von «Hello fresh», einem in Berlin gegründeten Start-up, das seit einem Jahr auch in der Schweiz ansässig ist. Das Unternehmen stellt Rezepte für Gerichte ins Internet, die man nachkochen kann. Alle Zutaten, auch Fleisch, kann man online bestellen, und sie werden umgehend – eben frisch – per Post franko Haus geliefert. Daneben gab es Animationen für Kinder, sind doch laut dem Veranstalter Familien gerngesehene Gäste.

Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Bis das Festival am Freitagabend um 17 Uhr programmgemäss starten konnte, hatte eine zwölfköpfige Mannschaft seit den Morgenstunden die Infrastruktur bereitgestellt. Das sagte Pascal Bänninger aus Thun, Präsident des Vereins World Food Festival, der diese Anlässe ins Leben gerufen hat und sie heute an 18 Standorten in der Schweiz durchführt. Dabei sei man auf den Goodwill der Behörden vor Ort und deren Unterstützung angewiesen. Bänninger lobte in diesem Zusammenhang die «sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cham», umso mehr, als er in der Stadt Zug und auch in Baar mit seinem Ansinnen abgeblitzt war. Er bezeichnete den Standort am See als eine Ausnahme. Üblicherweise sei man im Zentrum oder einer Einkaufsmeile mit regem Publikumsverkehr angesiedelt. Umso gespannter sei er auf das Ergebnis «an diesem wunderschönen Platz am See».

Damit der Anlass auch finanziell aufgehe, brauche es mindestens 4000 Besucher, so Bänningers Erfahrung. Bereits der Auftakt am vergangenen Freitagabend war vielversprechend. Zeitweise bildeten sich vor den einzelnen Ständen regelrechte Warteschlangen, und auf dem Gelände ging es animiert zu und her.