CHAM: Der Lorze entlang flanieren

In Cham ist von der Papierfabrik bis nach Hagendorn ein durchgehender Fussweg geplant. Über die Realisierung entscheidet das Stimmvolk.

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Der Lorzenweg wird von der Papierfabrik bis nach Hagendorn führen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Lorzenweg wird von der Papierfabrik bis nach Hagendorn führen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Ursprünglich schwebte den Verantwortlichen eine luxuriöse Vision des Lorzenweges Cham–Hagendorn vor. Doch wie die Chamer Gemeinderätin Ursi Luginbühl am Montagabend im Lorzensaal darlegte, «ist uns schnell klar geworden, dass ein 8-Millionen-Projekt wohl kaum eine Chance hätte». So wurde an der öffentlichen Informationsveranstaltung eine abgespeckte Version präsentiert, wobei die Kosten mit 3,9 Millionen Franken mehr als halbiert sind. Der Rahmenkredit wird am 28. November an der Urne beantragt.

Rücksicht auf die Eisvögel
Die Planer Gerwin Engel und Andreas Lanz nahmen die rund 80 Zuhörer virtuell mit auf die Strecke. Sie zeigten mit Fotos und Zeichnungen auf, an welchen Stellen der Lorzenweg – der teilweise schon besteht oder über den Industriepfad geführt wird – punktuell aufgewertet wird: So durch neue hölzerne Bänke, Aussichtsplattformen, Durchblicke und Uferverbauungen aus Natursteinen. «Auch ökologisch wird es im Bereich des Lorzensees durch Ried und Ufergehölze eine Verbesserung geben», betonte Engel. Besondere Rücksicht soll auf den hier noch vorkommenden Eisvogel genommen werden. Der Planer schwärmte von einer einmaligen Naturoase, die Cham besässe und die durch das Projekt erlebnisreicher gestaltet werden könne.

Aktivitäten seien teilweise am Lorzenufer möglich. Doch grundsätzlich solle der Weg nur für Fussgänger offen sein. Genau dieser Punkt passte einem Votanten, der sich als Biker ausgab, gar nicht. «Das Velo sollte nicht ausgeschlossen sein. Denn vom Dorf her kommt eine Familie nicht zu Fuss.» Ursi Luginbühl entgegnete: «Wir haben die Velofahrer nicht vergessen. Man kann von den Quartieren aus gut an den Weg anknüpfen und ihn abschnittsweise zu Fuss ablaufen.»

Monika Wegmann

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Zuger Zeitung» vom 19. Oktober.