CHAM: Der Veloständer ist eine Luftnummer

Wohin mit den Velos? In den Doppelstöcker, lautet die Lösung bei der Haltestelle Alpenblick. Doch die Theorie greift in der Praxis nicht.

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Walter Stocker verfrachtet sein Velo in den oberen Stock des Ständers in Cham. Kein einfaches Unterfangen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Walter Stocker verfrachtet sein Velo in den oberen Stock des Ständers in Cham. Kein einfaches Unterfangen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Eigentlich sollte der doppelstöckige Fahrradständer bei der Bahnhaltestelle Alpenblick endlich für Ordnung sorgen. Doch noch immer stehen viele Velos kreuz und quer neben dem überdachten Ständer. Das Problem: Sind die unteren Reihen belegt, werden zusätzliche Fahrräder einfach daneben gestellt.

Die obere Reihe bleibt derweil fast immer leer. Um oben zu parkieren, muss ein Hebel betätigt und müssen die Pedalen eingerastet werden. Das Fahrrad kann dann in die Höhe gehievt werden. Insgesamt bietet der Ständer Platz für 40 Fahrräder. Den Fahrradständer hat sich die Gemeinde selbst für 47'000 Franken neu angeschafft.

Das System ist noch nicht ganz ausgereift
Auf der Homepage der Herstellerfirma wird eine «kinderleichte Handhabung» versprochen. Auf der Gemeinde sind jedoch Reklamationen eingegangen: eben wegen der komplizierten Handhabung beim Parkieren in der oberen Etage. Und wegen der Unordnung durch wild abgestellte Fahrräder.  Schon im April, nachdem der Doppelstöcker neu montiert worden war, standen in den ersten Tagen Hilfspersonen der Gemeinde bereit, um beim Abstellen der Velos in der oberen Etage behilflich zu sein.

Der doppelstöckige Veloständer, der in der Schweiz nur von einer Firma angeboten wird, sei noch nicht ganz ausgereift, so Werner Toggenburger, Leiter Verkehr und Sicherheit der Gemeinde Cham. Er vermutet, dass die Velofahrer in letzter Sekunde an die Haltestelle fahren und ihr Zweirad einfach schnell hinstellen, um den Zug noch zu erreichen. Das Chaos von herumstehenden Velos habe wohl hauptsächlich damit zu tun und hänge weniger mit der komplizierten Handhabung der oberen Veloetage zusammen.

Luc Müller

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.