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Die Cham Group schreitet mit der Entwicklung des Papieri-Areals zielstrebig voran

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Das Papieri-Areal im Bau.

Das Papieri-Areal im Bau.

Bild: EWG Cham, Abt. P+H (April 2020)

(cro) Das neue Wohn- und Arbeitsquartier mit industrieller Vergangenheit mitten im Kanton Zug nimmt Formen an. Trotz Pandemie ist der Baufortschritt der Arealentwicklung auf Kurs, wie es in einer Medienmitteilung der Cham Group heisst. Nach dem Start der Abbruch- und Aushubarbeiten vor rund zwei Jahren wurde am 4. Juni 2020 symbolisch der Grundstein für den Bau der ersten Etappe gelegt.

Ein paar Monate später sind bereits die ersten Gebäudeumrisse sichtbar, im Herbst 2021 werden die Rohbauarbeiten fertiggestellt und die neue, nachhaltige Energiezentrale in Betrieb genommen. Parallel dazu schreitet die Planung der zweiten Bauetappe voran. Dank dieser Leistungen stieg der Gesamtwert des Immobilienportfolios im Berichtsjahr um 50,5 Prozent auf 270,3 Millionen Franken an. Der erzielte Konzerngewinn belief sich auf erfreuliche 40,3 Millionen Franken.

Die Cham Group hat 2020 ein Betriebsergebnis vor Neubewertung von 0,9 Millionen Franken erzielt, nachdem im Vorjahr noch ein leichtes Minus von 0,4 Millionen Franken angefallen war. Der Ertrag aus Mieteinnahmen reduzierte sich baustart- und wegzugsbedingt (Pavatex) erwartungsgemäss auf 1,3 Millionen Franken. Aus der Veräusserung der 2020 renovierten, denkmalgeschützten Lokremise und eines kleineren Randgrundstücks resultierte ein Gewinn von 2 Millionen Franken. Der betriebliche Aufwand war mit 2,4 Millionen Franken leicht tiefer als im Vorjahr (2,8 Millionen Franken).

Eigentumswohnungen grossmehrheitlich verkauft

Die Vermarktung der Stockwerkeigentumseinheiten – der Papieri-Suites im südlichsten Hochhaus sowie der Papieri-Lofts und -Ateliers in den alten Hallen der Papiermaschinen 1-4 – verlief ausgesprochen erfolgreich, wird weiter geschrieben. Für sämtliche Einheiten lagen innert kürzester Zeit Reservationsvereinbarungen vor. Bis dato sind 102 der 105 Kaufverträge beurkundet, die restlichen erfolgen im ersten Halbjahr 2021. Aus dem Verkauf des Stockwerkeigentums erwartet die Cham Group bis Ende 2022 einen Erlös von rund 145 Millionen Franken. Davon werden rund 20 Prozent bei Beurkundung angezahlt, 25,8 Millionen Franken bis Jahresende 2020.

Vermarktung von Mietwohnungen und Gewerbeflächen in Vorbereitung

Die Vermarktung der ersten 160 Mietwohnungen, davon 30 preisgünstige, und der rund 4400 Quadratmeter Gewerbeflächen der ersten Bauetappe ist in Vorbereitung und wird Anfang 2022 starten. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes werden attraktive Ateliers in verschiedenen Grössen mit und ohne Galerie angeboten und auch im Erdgeschoss des südlichen Hochhauses stehen gewerbliche Mietflächen zur Verfügung. Für die Bespielung des Kesselhauses laufen Planungsarbeiten und die Suche nach einem geeigneten Gastronomie-Betreiber ist im Gange. Mit der Vermietung der Wohnungen und Gewerbeflächen der fertiggestellten ersten Bauetappe wird der Soll-Mietertrag der Cham Group ab 2023 den ersten Meilenstein von 5,0 Millionen Franken pro Jahr überschreiten.

Die Bilanz und somit die Finanzlage der Cham Group ist kerngesund, so die Verantwortlichen. Während die Bilanzsumme aufgrund der Wertsteigerung des Portfolios und der Anzahlungen der künftigen Stockwerkeigentümer auf 352,4 Millionen Franken (Vorjahr 263,3 Millionen) anstieg, beläuft sich die Eigenkapitalquote immer noch auf hohe 81 Prozent. Bis dato mussten keine neuen Fremdmittel aufgenommen werden, sodass die Gruppe abgesehen von einer kleinen Hypothek schuldenfrei ist und per Ende Jahr über flüssige Mittel inklusive Wertschriften von 73,6 Millionen Franken verfügt. Erst im Zuge des weiteren Baufortschritts wird die Cham Group bereits vereinbarte Bankmittel zu äusserst günstigen Konditionen in Anspruch nehmen.

Anträge an die Generalversammlung

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 5. Mai 2021, für das Geschäftsjahr 2020 eine unveränderte Ausschüttung von 6 Franken je Aktie auszuzahlen. Die Verwaltungsräte Philipp Buhofer (als Präsident), Christoph Caviezel, Claude Ebnöther, Annelies Häcki Buhofer und Felix Thöni stellen sich für eine weitere einjährige Amtsperiode zur Wiederwahl. Aufgrund der Covid-Verordnung des Bundesrates muss die Generalversammlung bedauerlicherweise auch dieses Jahr ohne physische Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre stattfinden.

Ausblick auf 2021

Der Fokus für das Jahr 2021 liegt auf dem weiteren Fortschritt der Fertigstellung der Neubauten der ersten Bauetappe und der verschiedenen Elemente des Energiesystems. Die Planung der zweiten Etappe wird vorangetrieben, im Sommer erfolgen die entsprechenden Baueingaben und anschliessend wird ein Varianzverfahren für die dritte Etappe lanciert. Die Vermarktung der ersten Mietwohnungen und der kommerziellen Flächen der ersten Etappe wird vorbereitet und sukzessive gestartet. Die Cham Group erwartet deshalb auch 2021 eine kontinuierliche Wertsteigerung des Immobilienportfolios.

Weitere Details zur Entwicklung des Papieri-Areals und der Cham Group entnehmen Sie dem Geschäftsbericht und der aktualisierten Unternehmenspräsentation auf der Website www.chamgroup.ch in der Rubrik Investor Relations.