CHAM: Dorfzentrum im neuen «Gwändli»

Pünktlich eine Woche vor dem Schmutzigen Donnerstag hissen die Fasnachtsvereine die Flaggen. Insgesamt 19 verschiedene zieren die Strasse.

Drucken
Teilen
Von links: Eliane Stuber, «Chomer Bär», Jean-Luc Mösch, Florian Baumberger, Thomas Huber (vorne), Georges Helfenstein, Philipp Helfenstein. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 16. Februar 2017))

Von links: Eliane Stuber, «Chomer Bär», Jean-Luc Mösch, Florian Baumberger, Thomas Huber (vorne), Georges Helfenstein, Philipp Helfenstein. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 16. Februar 2017))

Bei fast schon frühlingshaften Temperaturen haben sich gestern Eliane Stuber und Jean-Luc Mösch, beide vom Fasi-Umzugs-OK Wägwiiser, Florian Baumberger sowie Thomas Huber von der IG Chomer Fasi, Gemeindepräsident Georges Helfenstein und Philipp Helfenstein, Präsident der Guggenmusig Holdriofäger, zum Hissen der neuen Fasnachtsfahnen getroffen. Eine weitere Berühmtheit war ebenfalls vor dem Mandelhof anzutreffen: der «Chomer Bär».

Miteinander schmückten die Beteiligten eine Woche vor dem Schmutzigen Donnerstag das Chamer Dorfzentrum ganz im Zeichen der fünften Jahreszeit: So zieren zwischen Bären- und Rabenkreisel neu 19 Fasnachtsfahnen die Strasse. Möglich wurde dies dank der privaten Initiative verschiedener Vereine. Gleichzeitig würden die Vorbereitungen auf die Fasnacht bei den Verantwortlichen auf Hochtouren laufen, so die Gemeinde Cham in einer Medienmitteilung.

Jede Fahne ist anders

Die Chomer Fasi ist seit einigen Jahren wieder im Aufwind. Dies vor allem dank der vielen aktiven Fasnachtsvereine in Cham. Ob Guggenmusig, Schnitzelbänkler oder Wagengruppen: Jeder Verein trägt zum vielfältigen Anlass bei. Seit einigen Jahren treffen sich die Vereine auf Initiative der IG Chomer Fasi regelmässig, um sich auszutauschen, Ideen zusammenzuführen und die Chomer Fasi zu koordinieren. Dank der guten Zusammenarbeit ist nun das gemeinsame Projekt der Fasnachtsfahnen für das Dorfzentrum entstanden. «Wir sind mit unserer Idee auf die Gemeinde zugegangen und freuen uns, dass wir dort auf Zuspruch gestossen sind», erklärt Thomas Huber in der Medienmitteilung.

Jeder Verein hat seine Fahne selber gestaltet, sodass keine wie die andere aussieht. Auch die Umsetzung und Finanzierung der Flaggen lag komplett bei den Organisationen. Die Einwohnergemeinde Cham half im Gegenzug beim Hissen der Flaggen und stellte die Aufhängevorrichtungen zur Verfügung. «Wir freuen uns, dass aufgrund der privaten Initiative der Fasnachtsvereine eine so schöne Zusammenarbeit beziehungsweise ein Projekt entstanden ist, welches bei uns im Dorf zur Fasnachtsstimmung beiträgt», wird Gemeindepräsident Georges Helfenstein in der Medienmitteilung zitiert. Und er fügt ergänzend hinzu: «Nun freuen wir uns auf das bunte Treiben. Die Fasi 2017 kann kommen!» Die Fasnachtsbeflaggung wird bis zum Aschermittwoch bestehen und danach abmontiert. Sie soll künftig jährlich pünktlich zur fünften Jahreszeit wieder installiert werden.

Bald flattert auch das «Chomer Fasiblatt» in die Briefkästen. Es wird in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam vom Umzugs-OK Wägwiiser und von der IG Chomer Fasi herausgegeben. Neben detaillierten Infos zum Fasnachtsprogramm regen verschiedene Artikel über Chamer Persönlichkeiten und Geschehnisse zum Schmunzeln an. «So viele Gastjournalisten wie dieses Jahr gab es noch nie», verrät Thomas Huber. Und er ergänzt: «‹Fasiblatt›, Umzug und neu auch Fasnachtsfahnen – wir sind parat und sind sicher, dass es zünftig fasnachten wird in Cham.» (red)