CHAM: Drei Senioren werden von den anderen isoliert

Im Altersheim Büel wütet das Norovirus. Bis auf weiteres gelten spezielle Vorsichtsmassnahmen.

Silvan Meier
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Nur mit Schutzkleidung darf Justine Andermatt, Fachfrau Gesundheit in Ausbildung, das Zimmer der Erkrankten betreten. (Bild Stefan Kaiser)

Nur mit Schutzkleidung darf Justine Andermatt, Fachfrau Gesundheit in Ausbildung, das Zimmer der Erkrankten betreten. (Bild Stefan Kaiser)

Ohne Händedesinfektion kein Zutritt: Das heisst es seit gestern und bis auf weiteres im Chamer Altersheim Büel an der Rigistrasse. Am Donnerstagabend hat Geschäftsführer Bruno Waser den Bescheid erhalten: Zwei Bewohner sind am Norovirus erkrankt, eine dritte Person – Ehepartner eines Erkrankten – wird das Virus mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls in sich tragen. Das Alterszentrum hat deshalb umgehend Vorsichtsmassnahmen beschlossen. Neben jener am Eingang sind im ganzen Haus weitere Desinfektionsstationen eingerichtet worden. Die drei Bewohner sind von den anderen isoliert worden. Besucher dürfen sie keine mehr empfangen. Lediglich das Pflegepersonal hat Zutritt, allerdings nur mit Mundschutz, Handschuhen und einer Wegwerfschürze.

Frühstücksbuffet ist gestrichen

«Wir wollen die weitere Ausbreitung der Krankheit vermeiden», erklärt Bruno Waser. Das bekommen auch die restlichen der insgesamt 74 Bewohner zu spüren. Das Salat- und Frühstücksbuffet wurde gestrichen. Stattdessen wird alles direkt an den Tisch serviert. Zudem werden Angehörige aufgefordert, bis auf weiteres auf Besuche zu verzichten. Ein Verbot hat die Heimleitung aber nicht ausgesprochen. Noch nicht. Denn würden sich allenfalls weitere Bewohner mit dem Virus anstecken, würde auch diese Massnahme in Betracht gezogen. Allenfalls würde auch die öffentliche Cafeteria geschlossen.