CHAM: Ein Quartiertreffpunkt schwebt an seinen Platz

Drei Container stehen seit Mittwoch auf dem Papieri-Areal. Mit ihnen will ein Verein eine eingeschlafene Diskussion wieder in Gang setzen.

Silvan Meier
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Ein Lastwagen hat die drei Container angeliefert und sie mit einem Kran auf ihren Standplatz gehoben. (Bild Stefan Kaiser)

Ein Lastwagen hat die drei Container angeliefert und sie mit einem Kran auf ihren Standplatz gehoben. (Bild Stefan Kaiser)

Nach 45 Minuten ist der ganze Spuk vorbei. Drei leuchtend blaue Container stehen fein säuberlich ausgerichtet auf dem Parkplatz P3 beim Haupteingang zum Papieri-Areal. Thomas Huber nimmt eine Schablone und sprayt das Logo von papierisch.ch auf eine Aussenwand. «Damit haben wir die Container in Besitz genommen», sagt Xaver Inglin. Die beiden Chamer zählen zusammen mit sieben anderen zu den Mitgliedern des Vereins papierisch.ch, der sich für ein attraktives Papieri-Areal einsetzt. Mit den gestern um die Mittagszeit angelieferten drei Containern wollen sie ihren Teil dazu beitragen. Doch wieso nutzen die innovativen Chamer nicht einen der leeren Räume der Papieri? «Dort wird zum Teil immer noch gearbeitet», sagt Thomas Huber. «Das Fabrikgelände ist nach wie vor weitgehend abgesperrt.»

Bald ziehen Testbewohner ein

Auch wenn die Container nur rund drei Jahre stehen, sollen sie zukunftsweisende Wirkung haben. «Wir möchten die öffentliche Diskussion über die spätere Nutzung des Papieri-Areals am Laufen halten», erklärt Xaver Inglin. Derzeit sei diese etwas eingeschlafen, da nun mehrere Architektenteams Testplanungen für das 120 000 Quadratmeter grosse Fabrikareal vornehmen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Container sollen aber auch zeigen, was später alles in der Papieri möglich sein könnte. Eingeweiht werden sie am 31. Oktober um 19 Uhr mit einer Eröffnungsparty. Das weitere Programm steht noch kaum fest, und das bewusst: «P3 soll ein Treffpunkt sein», erklärt Inglin. «Auch spontane Nutzungen sind möglich.»