CHAM: Eine lebende Legende ist zu Besuch

Mit Ken Hensley startet heute das diesjährige Programm von «Live in Cham». Der Komponist des Welthits «Lady in Black» verrät, warum er den Song auch heute noch gerne spielt.

Charly Keiser
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Ken Hensley, ex Uriah Heep, liebt es, auf der Bühne zu stehen. (Bild: PD)

Ken Hensley, ex Uriah Heep, liebt es, auf der Bühne zu stehen. (Bild: PD)

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Heute beginnt das diesjährige Konzertprogramm von «Live in Cham» (siehe Box). Der unbestrittene Höhepunkt des Jahres bringt das Konzert von Nina Hagen Mitte September, das dannzumal im Lorzensaal stattfinden wird.

Doch schon heute steht mit Ken Hensley (71) eine Legende auf der Bühne im «Kreuz»-Saal. Türöffnung ist um 20 Uhr, und das Konzert von Ken Hensley & Our Propaganda (GB) beginnt um 21 Uhr. Bereits vor seinem Auftritt hatte unsere Zeitung Gelegenheit, sich mit Hensley zu unterhalten.

Wie fühlt sich das an, als lebende Legende durch die Welt zu touren? Ken Hensley lacht und sagt: «Ach was, ich bin doch keine Legende.» Es sei aber schon toll, dass er schon so lange Zeit Musik machen könne. Doch eigentlich sei es «nur» sein Hobby und seine grosse Liebe, der er frönen könne. Und wie ist es, die immer gleichen Hits spielen zu müssen, weil sie die Fans natürlich hören wollen?

«Toll», sagt der Brite. «Es ist ein unvergleichliches Gefühl, ‹Lady in Black›, ‹Look at Yourself› oder ‹July Morning› zu spielen, wenn das Publikum jede Silbe mitsingt.»

Wie schwierig das Komponieren sei und ob ihm die Ideen denn nie ausgehen würden? Hensley sagt: «Das Leben ändert sich und die Inspirationen auch. Wenn man sich immer neuen Projekten zuwendet und für alles interessiert, gehen einem die Ideen nie aus. So arbeite ich im Moment an einem Musical.»

«Die Plattenfirmen verloren ihr Monopol»

Und wie kommentiert Hensley die Entwicklung von der Schallplatte zur CD und zur MP3-Datei? «Die CD brachte einen riesigen Fortschritt, und die Profite der Labels waren enorm.» Denn bei Kosten von rund 6 US-Cents hätten Gewinne von 15 US-Dollars realisiert werden können. Die grosse Änderung habe aber der Umstand gebracht, dass jede Band eine CD habe machen können. «Die Plattenfirmen verloren so ihr Monopol.» Die heutige Verfügbarkeit der Musik sei zwar toll, sagt Hensley, fügt aber gleich an: «Die Qualität ist mies. Ist doch ein Song in guter CD-Qualität 60 bis 80 Megabite gross und eine MP3-Datei hingegen nur rund deren zwei.»

Er freue sich sehr auf das Konzert im Chamer «Kreuz»-Saal, sagt Hensley, der nach dem Auftritt der jungen britischen Band solo auftreten und «Lady in Black» spielen wird.

«Live in Cham»-Jahresprogramm

Das heurige Programm von «Live in Cham» beginnt prominent: Denn mit Ken Hensley spielt heute der Kopf von Uriah Heep und Komponist deren grösster Hits in Cham.

– Am 18. März sind im «Kreuz»-Saal The Delta Saints zu Besuch. Die Musik der fünf jungen Leute aus Nashville erinnert an Led Zeppelin und die Allman Brothers.

– Am 8. April tritt Garland Jeffreys in Cham auf. Der junge Mann aus New York hatte mit Matador einen Welthit.

Baba Shrimps heisst die Schweizer Band, die am 6. Mai den «Kreuz»-Saal rockt. Zurzeit arbeitet die Band in London und Zürich am zweitem Album, das im ersten Quartal 2017 erscheinen soll.

Mit Nina Hagen gastiert am 16. September die «Mutter des Punks» und ein absoluter Superstar im Lorzensaal. Der Auftritt der Rockröhre ist der Höhepunkt der Konzertsaison von «Live in Cham».

– Am 28. Oktober zeigt der 29-jährige Gitarrist und Sänger Ryan McGarvey aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico im «Kreuz»-Saal sein ausserordentliches Können an der Gitarre.

– Echt, authentisch und mit Texten und Melodien, die vom Herzen kommen. So ist die Musik der Finnin Ina Forsman, die am 25. November im «Kreuz»-Saal ihre Aufwartung macht. (kk)

Hinweis

Alle Informationen unter:

<u><font color="#0066cc">www.live-in-cham.ch</font></u>