CHAM: Gestank soll sich in Dampf auflösen

Seit Jahren sorgt die Pavatex mit unangenehmen Gerüchen für Ärger. Jetzt liegt offenbar eine Lösung vor – auch weil der Kanton Druck gemacht hat.

Luc Müller
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Aus diesen Kaminen entweicht derzeit Rauch und Dampf, der stinkt. (Bild Stefan Kaiser)

Aus diesen Kaminen entweicht derzeit Rauch und Dampf, der stinkt. (Bild Stefan Kaiser)

Ende 2015 ist endgültig Schluss. Dann muss die Firma Pavatex in Cham die Geruchsproblematik, die seit Jahren für Ärger sorgt, gelöst haben. Mit dem kantonalen Amt für Umweltschutz und der Gemeinde Cham hat die Firma eine Vereinbarung unterzeichnet. Die Pavatex hat sich zunächst verpflichtet, bis diesen Sommer eine Sanierung anzustreben, nun wurde die Frist bis Ende 2015 verlängert.

Nun testet die Pavatex seit März ein neues Verfahren, das in der Holzverarbeitung noch nie im Einsatz war. «Wir leisten damit Pionierarbeit», so Christen. Die bisherigen Messungen stimmten positiv: Denn nun konnte die Geruchsemission um 90 Prozent reduziert werden. Die Technik nennt sich thermische Nachverbrennung. Dabei wird die 140 Grad warme Abluft durch ein Keramikbett geleitet und auf 800 Grad erhitzt. Nach diesem Prozess, bei dem alle Holzpartikel verbrennen, gelangt 160 Grad warme Luft aus dem Kamin. Bisher verpufft die Abluft ungenutzt. Doch zukünftig soll diese Wasser auf 75 Grad erhitzen. Dieses eignet sich als Gebrauchwasser oder zum Heizen und soll in den Wärmeverbund fliessen, den die Pavatex mit der Gemeinde realisieren will. Am 13. Mai wird es im Lorzensaal eine öffentliche Informationsveranstaltung geben.