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CHAM: Gewitter lässt Uhr stillstehen

Die Turmuhr der katholischen Kirche ist seit dem Wochenende ausser Betrieb. Grund ist ein technisches Problem. Die Experten waren aber bereits aktiv.
Samantha Taylor
Noch gestern Nachmittag zeigte der Kirchturm die falsche Zeit. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 11. Juli 2017))

Noch gestern Nachmittag zeigte der Kirchturm die falsche Zeit. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 11. Juli 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Ist Cham seiner Zeit voraus, oder hinkt die Gemeinde hinterher? Ist das Dorf zeitlos, oder tickt es gar nicht mehr richtig? Die Auslegungen und vor allem die Wortspielereien, die sich anbieten, wenn es um das Thema Uhren und Zeit geht, sind vielfältig. Die Tatsache hingegen ist ganz simpel: Seit dem vergangenen Samstagabend standen die Zeiger am markanten, fast 75 Meter hohen Glockenturm der katholischen Kirche auf 17.10 Uhr. Die Uhr am Kirchturm ist stehengeblieben.

«Ich habe die Uhr am Samstagnachmittag abgestellt», sagt Benno Hotz, Sakristan der Kirche St. Jakob in Cham. Die Uhr habe im wahrsten Sinne des Wortes nicht richtig getickt. Zu schnell verging die Zeit. Passanten hatten darauf aufmerksam gemacht, dass die Zeiger in ständiger Bewegung seien. «Eine Stunde war in wenigen Minuten um», erzählt er.

Glockenschlag war trotzdem zu hören

Die Uhr, von der Chamerinnen und Chamer die Zeit ablesen, funktioniert in einer Kombination aus Mechanik und digitaler Ansteuerung. Konkret wird die mechanische Turmuhr von einer digitalgesteuerten sogenannten Hauptsystemuhr angetrieben. Diese gleicht die Zeit über ein Funksignal mit einer Mutteruhr in Frankfurt Mainflingen ab und richtet die Zeiger des Chamer Kirchenturms. «So, wie es aussieht, hat die Steuerung bei einem Gewitter Schaden genommen», sagt Matthias Häfliger. Er ist Kundenberater bei der Firma Muff Kirchturmtechnik in Triengen. Das Unternehmen wartet und betreut das Chamer Uhrwerk. Bereits gestern Nachmittag waren die Spezialisten vor Ort, um den Schaden am Gerät zu begutachten und gleich zu beheben. Es wurden einige Bauteile ausgewechselt und die Turmuhr anschliessend justiert. «Die Chamer müssten seit gestern Abend wieder die richtige Zeit an ihrer Turmuhr sehen», sagt Häfliger.

Trotz der Störung bei der Steuerung mussten die Chamer allerdings in den vergangenen Tagen auf eines nicht verzichten: Die Glockenschläge erklangen auch in der Zeit, in der das Uhrwerk nicht lief. Der Grund: Die Glocken funktionieren über ein autonomes mechanisches System.

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