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CHAM: Hier geht’s rasant und nass zu und her

Den Wasserski-Club Cham gibt es bereits seit 70 Jahren. Die «Zuger Zeitung» durfte bei einem Training auf dem Zugersee mit dabei sein. Was gefährlich aussieht, ist in Wirklichkeit harmlos – aber nur mit viel Training zu erreichen.
Ivan Louko
Zwei Profis am Werk: Geena Krueger und Loris Lambrigger bei ihrem morgendlichen Training. (Bilder: Stefan Kaiser (Cham, 19. Juli 2017))

Zwei Profis am Werk: Geena Krueger und Loris Lambrigger bei ihrem morgendlichen Training. (Bilder: Stefan Kaiser (Cham, 19. Juli 2017))

Ivan Louko

redaktion@zugerzeitung.ch

Um 7.30 Uhr ist im Strandbad Cham eigentlich nichts los. ­Geena Krueger und Loris Lambrigger sind aber schon aktiv. Während Krueger (27) verschiedene Aufwärmübungen macht, schlüpft Lambrigger (30) in seinen Neoprenanzug. Die beiden sind Mitglieder im Wasserski-Club Cham (WSC) und haben sich für diesen Morgen verabredet, um zu trainieren. Krueger hat erst vor kurzem zum Verein gewechselt und gehört bereits zu den ganz Grossen in der Slalomdisziplin (Ausgabe vom 19. Juli). Auch Loris Lambrigger und sein Bruder Thierry gehören zu den besten Wasserskifahrern – sowohl national auch international.

Auch wenn er regelmässig Meisterschaften gewinnt und dafür fleissig trainiert, ist der Wassersport für Loris Lambrigger nur ein Hobby. Er ist hauptberuflich bei der AHV in Zug tätig. «Ich kann das Wasserskifahren so gut kombinieren mit meinem Alltag», sagt Lambrigger, der in Hünenberg aufgewachsen ist. Seiner Kollegin Krueger, die in Davos aufgewachsen ist, geht es ähnlich. Man könne schon vom Wasserskifahren leben, sagt sie. «Die meisten, die die Leidenschaft zum Beruf machen, gehen in die Südstaaten der USA, vor allem nach Orlando in Florida. Doch auch hier ist es wichtig, einen Nebenerwerb in diesem Bereich zu haben, zum Beispiel, indem man in den Wasserskischulen als Coach oder Driver arbeitet.»

Am Chamer Seeufer hört man fast nur die Vögel zwitschern, und trotz sommerlichen Wetters ist es zunächst kühl. Die Wassertemperatur beträgt 26 Grad, auf dem See gibt es kaum Wellen. Perfekte Voraussetzungen für den Wasserskisport. René Lambrigger, Coach und Vater von Loris und Thierry, startet das Motorboot und fährt hinaus auf den See. Es eröffnet sich ein wunderschöner Blick in die Berge und die Umgebung. Zuvor hat Geena Krueger die Skibindung mit einem Schraubenzieher kontrolliert und das Seil mit dem Boot verbunden. Die Fahrt kann losgehen. «Eine Trainingssession dauert rund 15 Minuten und ist sehr intensiv», erklärt René Lambrigger. Gekonnt gleiten Krueger und Loris Lambrigger über das Wasser, das weit in die Höhe spritzt. Auch spektakuläre Tricks gehören zum Programm. Auf den Zuschauer und Laien wirken die Übungen cool, aber auch gefährlich. Wasserski sei jedoch nicht gefährlich, widerlegt René Lambrigger diesen Eindruck: «Natürlich gib es im Slalom auch heftige Stürze, die enden aber immer im Wasser. Das mag dann heftig spritzen und spektakulär aussehen, ist aber in Wirklichkeit harmlos.»

Der WSC ist einer der ältesten und grössten Vereine der Schweiz. Er wurde im Jahr 1947 von ein paar sportbegeisterten Chamern gegründet. «Einer davon hatte ein Boot, und so wurde unser Verein geboren», erklärt René Lambrigger. Heute hat der WSC rund 150 Mitglieder. Sie sind von Mai bis Oktober auf dem Zugersee unterwegs, die Gäste des Clubs von Juni bis August. Der Verein steht für alle Interessierte offen. Für Gäste wird die Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Der WSC ist Gründermitglied des Seerettungsdienst Ennetsee (SRDE), der während der Sommermonate im Auftrag der Gemeinden Cham, Hünenberg und Risch-Rotkreuz den Seerettungsdienst im Ennetseegebiet ausübt. Der WSC stellt seit 1957 die Boote und die Bootspiloten zur Verfügung.

Klare Ziele im Blick

Inzwischen ist Geena Krueger zwei Mal gefahren und Loris Lambrigger drei Mal. Für diesen Morgen ist danach Schluss: Die Arbeit wartet. Die beiden erfolgreichen Sportler haben klare ­Ziele vor Augen. Geena fliegt nächste Woche nach Polen an die World Games, wo sie zum Favoritenkreis zählt. Für Loris steht vorerst die Klubmeisterschaft auf dem Programm. Dort gehe es vor allem darum zu schauen, ob das Programm sitze, erzählt er. Im August gilt es dann ernst an der Schweizer Meisterschaft. «Diese möchte ich gerne wieder gewinnen», sagt er.

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