CHAM: Hier ist Kinderlärm willkommen

Morgen wird mitten in Cham ein aussergewöhnliches Lokal eröffnet. Sein nostalgisch anmutendes Ambiente lädt zum Verweilen ein.

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Ruth Ulrich, Mirja Bieri und Lucia Ulrich (von links) in ihrem Café Spatzentreff. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 24. Mai 2017))

Ruth Ulrich, Mirja Bieri und Lucia Ulrich (von links) in ihrem Café Spatzentreff. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 24. Mai 2017))

Ruth Ulrich (57), Mirja Bieri (28)und Lucia Ulrich (29), die Geschäftsführerinnen des Cafés Spatzentreff, das morgen an der Johannisstrasse 5 in Cham eröffnet wird, sind Mütter, die gerne mit Kindern zusammen sind. Es erstaunt deshalb nicht, dass Ruth Ulrich sagt: «In unserem Café sollen sich Kleinkinder und ihre Eltern, Grosseltern, Gotten und Götti wohl fühlen. Willkommen sind alle, die Kinderlärm nicht als störend, sondern als Leben pur empfinden.»

Da Cham in den letzten Jahren stark gewachsen und somit auch reicher an Kindern geworden ist, hätten sie grosse Lust, ihren Gästen den Alltag lebendig und farbig zu gestalten, sagen die drei initiativen Frauen.

Zum Spielen und Verweilen

Ein Blick genügt, um feststellen zu können, dass es im farblich dezent gestalteten «Spatzentreff» lebendig zu- und hergehen kann. Alte Tische, Stühle und Lounges von unterschiedlicher Form und Grösse, allesamt geschmirgelt und weiss, beige, braun oder rosarot angepinselt, verströmen ­einen Hauch von gemütlicher Nostalgie. Kunstvoll geschaffene Wandmalereien mit kindergerechten Motiven und ein Gestell mit selbst gemachten Kistchen, in denen kreative Handarbeiten zum Kauf angeboten werden, verleihen dem aussergewöhnlichen Lokal eine wohltuende Note. Es würde nicht überraschen, wenn die entspannt redenden Erwachsenen inmitten dieses Ambientes beim Kaffee- oder Teetrinken und einen Snack geniessend, nicht merken, wie schnell die Zeit vergeht. Den Kindern, die sich im kleinen Indoorspielplatz mit diversen Klettermöglichkeiten umhertollen und vergnügen, dürfte es egal – ja geradezu recht sein –, wenn sich ihre Eltern, Grosseltern, Gotten und Götti verquatschen.

Ruth Ulrich sagt: «Weil die Einrichtungen und der Unterhalt des Cafés ins Geld gehen, hoffen wir auf viel Goodwill, wie er uns bei der Beschaffung von Tischen und Stühlen von der Facebook-Gruppe ‹Zuger helfen Zugern› und von Freunden, Verwandten und Bekannten zuteilwurde.»

Mit dem Vermieten der erwähnten Kistchen an Kunstschaffende, die ihre Arbeiten im Café Spatzentreff ausstellen und zum Kauf anbieten können, mit dem Verkauf von Getränken und Snacks, eines einfachen Mittagsmenüs und der Raumvermietung für Familien- oder Geburtstagsfeste bietet der «Spatzentreff» ein vielfältiges Angebot.

Das Hauptanliegen der drei Betreiberinnen des Cafés besteht darin, «Gross und Klein Gemütlichkeit und frohe Stunden ermöglichen zu können».

 

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch