CHAM: Kuhhandel um Kuhtunnel

Seit der Verkehr auf der neuen Strasse zwischen Grindel und Bibersee fährt, ist es im Bauernweiler ruhig geworden. Und doch gibt es dort eine neue Unterführung.

Wolfgang Holz
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Ersatz für einen Weidestall: Die neue Kuhunterführung in Bibersee. (Bild: Wolfgang Holz / Neue ZZ)

Ersatz für einen Weidestall: Die neue Kuhunterführung in Bibersee. (Bild: Wolfgang Holz / Neue ZZ)

Zwischen Steinhausen und Bibersee ist die Strasse Richtung Knonau seit einiger Zeit gesperrt. Klar, der Verkehr fliesst nun über die neue, 30 Millionen Franken teure Umfahrung. Und die alte Strasse wird ab Februar zu einem Trassee für Velos und Fussgänger zurückgebaut. Auch von Oberwil her ist es sehr ruhig geworden. Nur noch Zulieferer und landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen auf dem Strässchen fahren, das vorher vielen als Schleichweg diente.

Nur Wellblechausführung

So weit so gut. Und doch kommt man neuerdings ins Grübeln. Wer von Oberwil her mit dem Velo in Bibersee aufkreuzt, erblickt plötzlich eine riesige Rampe und ein mysteriöses Loch unter der Strasse. Grosse Steinquader stützen die Böschungen, die in einen Wellblech verkleideten Schlund münden. Ja, wo geht’s denn hier lang? Kommt man auf der anderen Seite des dunklen Tunnels wieder ans Tageslicht, landet man vor einem Metalltor eines Bauernhofs. «Das ist eine Viehunterführung», klärt Louis Gempeler vom Tiefbauamt des Kantons Zug auf. Doch warum bloss?