CHAM: Militärfahrzeug-Unfall mit elf Verletzten

Bei einem Unfall mit einem Militärfahrzeug sind am Freitag in Cham elf Personen verletzt worden. Die Betroffenen sind ausländische Teilnehmer einer internationalen Konferenz.

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Das beschädigte Militärauto. (Bild Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug)

Das beschädigte Militärauto. (Bild Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug)

Am Freitag, 2. Oktober, ist es auf der Knonauerstrasse in Cham zu einem Unfall mit einem Armeefahrzeug gekommen. Ein von Niederwil (Gemeinde Cham) kommender 49-jähriger Autofahrer wollte am in die Knonauerstrasse einbiegen. Wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen, übersah er einen aus Cham kommenden Kleintransporter der Armee, als er kurz nach 8.30 Uhr in die Kreuzung fuhr. In der Folge kollidierte er mit dem Transporter seitlich/frontal. Es kam zu einer heftigen Kollision, das Armeefahrzeug überschlug sich und wurde ins angrenzende Wiesland geschleudert.

Wie es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heisst, wurden beim Unfall elf Personen verletzt, zwei davon schwer. Sie wurden in verschiedene Spitäler der Region gebracht. Der Autofahrer blieb unverletzt. Die Knonauerstrasse musste im entsprechenden Abschnitt für rund vier Stunden gesperrt werden.

Die Unfallstelle. (Bild Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug)

Die Betroffenen sind laut VBS ausländische Teilnehmer einer internationalen Konferenz im Rahmen des Programms «Partnerschaft für den Frieden» (PfP). Sie stammen aus Aserbaidschan, Österreich, Ungarn, Serbien, Norwegen, Finnland und Griechenland. Die Verunglückten befanden sich auf dem Weg zum Flughafen zur Heimreise.

An der Konferenz der PfP-Arbeitsgruppe «Operational Capabilities Concept» (OCC) nahmen vom 28. September bis zum (heutigen) Freitag in Stansstad mehr als 50 Stabsoffiziere aus über 20 Staaten teil.

Die Tatbestandsaufnahme erfolgt durch die Zuger Polizei; auf der Unfallstelle wurde die Polizei durch die Militärpolizei unterstützt. Ebenfalls aufgeboten wurde ein Untersuchungsrichter der Militärjustiz. Die Ermittlungen und Untersuchungen des Unfalles übernehmen jedoch die Zuger Strafverfolgungsbehörden.

ana