CHAM: Mittelschule im Röhrliberg – Ball liegt beim Regierungsrat

Der Kanton Zug, die Gemeinde Cham und die Cham Paper Group haben sich darauf geeinigt, die Pläne für den Bau der Mittelschule auf dem Papieri-Areal nicht weiter zu verfolgen. Es bleibt somit für die Mittelschule beim ursprünglich vorgesehenen Standort Röhrliberg in Cham.

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Das Gebiet Röhrliberg in Cham: Hier soll eine Mittelschule gebaut werden. (Bild: pd)

Das Gebiet Röhrliberg in Cham: Hier soll eine Mittelschule gebaut werden. (Bild: pd)

Die Frage nach dem künftigen Mittelschulstandort in Cham ist in letzter Zeit intensiv diskutiert worden, namentlich in der Standortgemeinde im Ennetsee. Nun haben sich die beteiligten Parteien – der Kanton Zug, die Gemeinde Cham und die Cham Paper Group als Eigentümerin des Papieri-Areals – darauf geeinigt, die weitere Planung auf das Gebiet Röhrliberg zu konzentrieren. Voraussetzung dazu sind allerdings die Annahme der entsprechenden Richtplananpassung durch den Kantonsrat und ein Ja der Chamer Stimmberechtigten zur nötigen Änderung des gemeindlichen Zonenplanes.

Für den Kanton sprachen laut Baudirektor Heinz Tännler vor allem drei Gründe für den Röhrliberg: Auf dem Areal können Synergien mit den gemeindlichen Schulanlagen genutzt werden – etwa bei der Nutzung von Sportanlagen und Parkplätzen. Zudem bestünden am Standort Röhrliberg, der am Ortsrand liegt, wesentlich bessere Erweiterungsmöglichkeiten als im dicht bebauten Umfeld des Papieri-Areals. Und bei der Variante Röhrliberg sei mit deutlich tieferen Kosten zu rechnen.

 

Diskussion um Mittelschulstandort in Cham

Anfang Jahr beschloss der Regierungsrat, Cham als weiteren Mittelschulstandort in den kantonalen Richtplan aufzunehmen. Dies, nachdem es der Baudirektion gelungen war, einen Vorvertrag für ein geeignetes Gebiet im Röhrliberg abzuschliessen. Schon bald darauf meldeten sich jedoch Stimmen, auch das ehemalige Produktionsgelände der Cham Paper Group (CPG) in die Standortüberlegungen mit einzubeziehen. Anlass dazu gab eine öffentliche Veranstaltung zur bevorstehenden Testplanung für das sogenannte Papieri-Areal, zu dem die Eigentümerin CPG und die Gemeinde Cham zu Jahresbeginn eingeladen hatten. Schliesslich wollte ein kantonsrätlicher Motionär vom Regierungsrat verbindlich abgeklärt wissen, ob sich die neue Mittelschule auf dem Papieri-Areal realisieren liesse.

pd/nop