Schülerin in Cham positiv auf das Coronavirus getestet – Schulbetrieb wird weiter geführt

An den Schulen Cham wurde eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet. Aufgrund der Sachlage ist allerdings davon auszugehen, dass die Schülerin nicht mehr ansteckend ist. 

Andrea Muff
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Kaum hat die Schule wieder begonnen, gibt es bereits den ersten Fall einer positiv auf das Coronavirus getesteten Schülerin. Die Schulen Cham wurden am Vormittag des 14. Mai vom stellvertretenden Kantonsarzt informiert, dass eine Schülerin der Sekundarstufe l positiv getestet wurde, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Diese Schülerin besuchte vom 11. Mai bis zum Vormittag des 13. Mai den Schulunterricht gemäss Stundenplan.

Laut Kantonsarzt ist die Schülerin in dieser Zeitspanne mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr ansteckend gewesen, da die Ansteckung bei ihr vermutlich schon vor mehreren Wochen erfolgte, wie das sofort eingeleitete Contact Tracing aufdeckte. «Ein enges Familienmitglied der Schülerin wurde Mitte April positiv getestet», erklärt Kantonsarzt Rudolf Hauri auf Nachfrage. Die ganze Familie habe sich daraufhin in ihrem Zuhause isoliert. Die Schülerin habe zwar selbst leichte Symptome entwickelt, wurde jedoch aufgrund der damaligen Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit nicht auf das Virus getestet. «Wir gehen davon aus, dass die Phase, in der die Schülerin ansteckend war, mittlerweile vorbei ist», präzisiert Hauri. Inzwischen sei zudem bekannt, dass der Test manchmal noch viele Tage und Wochen nach der Zeit, während der jemand die Krankheit übertragen kann, positiv ausfalle. «Es ist aber aufgrund der internationalen Faktenlage davon auszugehen, dass infizierte Personen maximal zwei Wochen ansteckend sind», erklärt der Zuger Kantonsarzt. Trotzdem wird die Schülerin in Absprache mit dem kantonsärztlichen Dienst als Vorsichtsmassnahme bis Ende nächster Woche präventiv isoliert.

Schulbetrieb wird weiter geführt

Im Weiteren hat der Kantonsarzt den Schulen Cham empfohlen, den Schulbetrieb unter Beachtung der Schutzkonzepte weiterzuführen. «Da davon ausgegangen werden kann, dass die Schülerin nicht mehr ansteckend ist, werden die Klassenkameraden nicht unter Quarantäne gestellt», sagt Rudolf Hauri weiter. Schülerinnen und Schüler oder Lehrpersonen, welche Covid-19-Symptome (Husten, Atemprobleme, Fieber, Halsschmerzen, plötzlicher Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns) aufweisen, werden angehalten, einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren, um einen Test durchzuführen. Solange das Testresultat nicht vorliegt, sollte die betroffene Person zu Hause bleiben und den Unterricht nicht besuchen.

Die direkt Betroffenen sind informiert

Die Schulen Cham setzen laut Mitteilung die kantonsärztliche Empfehlung um und stehen weiterhin in engem Kontakt mit allen involvierten Stellen. «Die direkt betroffenen Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen wurden umgehend über die Situation informiert», erklärt Monika Bühler, stellvertretende Rektorin Schulen Cham, und fügt hinzu: «Wir sind froh, dass die Aussprache mit dem kantonsärztlichen Dienst sehr rasch erfolgt ist und schnell reagiert werden konnte.»

Bislang habe es erst einzelne Rückmeldungen von Eltern und Lehrpersonen gegeben. «Unser Vorgehen ist insgesamt jedoch auf grosses Verständnis gestossen. Wir spüren, dass man dankbar für die unverzügliche Information ist», ist sich Monika Bühler sicher. Natürlich hätten auch einzelne Personen Ängste und Befürchtungen geäussert. «Es ist uns deshalb ein besonderes Anliegen, transparent zu kommunizieren und unser Handeln auf die Einschätzung der Experten abstützen zu können, um solchen Ängsten entgegenzuwirken.» Bei Gesprächsbedarf seien die Schulen Cham gerne bereit, zu unterstützen und zu klären.

Zur Wahrung des Persönlichkeitsschutzes der betroffenen Person und Klasse werden keine weiteren Angaben gemacht, teilt die Gemeinde Cham mit.