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Cham senkt Steuern und Gebühren

Trotzdem rechnet die Gemeinde damit, dass die Einnahmen weiter steigen.
Zoe Gwerder

Die Gemeinde Cham prognostiziert für das kommende Jahr einen leichten Überschuss von rund 550000 Franken. Dies zeigt das Budget 2020, über welches im Dezember die Gemeindeversammlung abstimmen kann. Die Einnahmen und Ausgaben liegen mit 93,1 und 92,5 Millionen Franken im Bereich der Vorjahre. Gemeindepräsident Georges Helfenstein zeigt sich entsprechend zufrieden: «Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass wir das Budget jeweils mindestens einhalten konnten.»

Das ausgeglichene Budget soll trotz einem tieferen Steuerfuss zu Stande kommen. Der Gemeinderat schlägt vor, diesen von den aktuellen 61 Prozent auf 59 zu senken. Dennoch rechnet die Gemeinde mit rund einer Million mehr Steuereinnahmen als im laufenden Jahr. «Mit der Steuersenkung können wir die Bevölkerung an den guten Resultaten der vergangenen Jahre teilhaben lassen», erklärt Helfenstein den Schritt. Zudem sei die Steuerbelastung für Firmen ein wichtiger Standortfaktor. «Unser Ziel ist es, dass wir beim Steuerfuss im Vergleich mit den anderen Zuger Gemeinden im Durchschnitt liegen.» Bei vielen seien Steuersenkungen zu erwarten. «Wir machen hier aber nicht ruinösen Steuerwettbewerb, sondern wir wollen attraktiv bleiben.»

Weniger Einnahmen aus Wasser und Strom

Zusätzlich werden die Konzessionsgebühren auf Wasser und Strom um 50 Prozent gesenkt. Diese wurden 2016 aus finanzpolitischen Gründen – im Zuge der kantonalen Sparprogramme – wieder eingeführt, wie die Gemeinde schreibt.

Wie die Einnahmen werden auch die Ausgaben etwas höher ausfallen. Cham rechnet mit 2 Prozent mehr Ausgaben. Ein grosser Teil werde durch höhere Abschreibungen verursacht. Insbesondere durch die Inbetriebnahme des sanierten Schulhauses Röhrliberg, so die Gemeinde. Deutlich zu Buche schlagen um 1,2 Millionen Franken höhere Personalkosten. Gemäss Helfenstein entfällt ein Grossteil davon auf die Schule und Kinderbetreuung. «Die Modulare Tagesschule ist ein Erfolg. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben müssen wir dort nun auch das Personal aufstocken.» Zudem gebe es eine neue Kindergartenklasse sowie eine neue Primarstufenklasse. Wie der Gemeindepräsident erklärt, hänge dies mit dem natürlichen Wachstum der Gemeinde zusammen.

Schule wird zum grossen Budgetposten

Zusätzlich plant die Gemeinde weitere Investitionen bezüglich Infrastruktur. «Wir sind derzeit an der Schulraumplanung. Klar ist, dass wir in den kommenden Jahren Schulraum brauchen – nur schon aufgrund des Wachstums auf dem Papieriareal.» Konkrete Zahlen könne man hier aber noch nicht nennen.

Über das Budget sowie weitere Traktanden entscheidet die Einwohnergemeindeversammlung am Montag, 9. Dezember, im Lorzensaal Cham.

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