CHAM: So könnte das Papieri-Areal dereinst aussehen

Nach rund sieben Monaten Bearbeitungszeit ist die Testplanung des Papieri-Areals in Cham abgeschlossen. Ein Beurteilungsgremium hat das Projekt des Planerteams um Albi Nussbaumer Architekten, Zug als Richtprojekt für die Ausarbeitung eines Masterplans ausgewählt.

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Visualisierung der Hochhäuser auf dem Papieri-Areal. (Bild PD)

Visualisierung der Hochhäuser auf dem Papieri-Areal. (Bild PD)

Visualisierung des Gassenraums. (Bild PD)

Visualisierung des Gassenraums. (Bild PD)

Im Oktober 2013 wurden insgesamt vier Planerteams damit beauftragt, Konzepte zu erstellen, wie das Papieri-Areal in Cham künftig genutzt werden könnte. Die Teams erhielten die Aufgabe, auf dem rund 11 Hektar grossen Industrieareal ein neues, durchmischtes Wohn- und Arbeits-Quartier mit hoher Lebensqualität, regionaler Ausstrahlung und einer nachhaltigen Entwicklung zu entwerfen.

Alle Teams haben qualitativ hochstehende Lösungsansätze präsentiert, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Cham vom Montag. Das Beurteilungsgremium aus externen Fachexperten, Vertretern der Einwohnergemeinde Cham, der Cham Paper Group Schweiz AG sowie verschiedenen kantonalen Fachstellen hat sich nun einstimmig für das Projekt des Planerteams Albi Nussbaumer Architekten aus Zug, Boltshauser Architekten aus Zürich und Appert und Zwahlen Landschaftsarchitekten aus Cham als Richtprojekt für die Ausarbeitung eines Masterplans entschieden.

Visualisierung der Wegführungen. (Bild PD)

Visualisierung der Wegführungen. (Bild PD)

«Uns hat insbesondere das architektonisch geprägte Stadtverständnis bei diesem Projekt gefallen. Es überzeugt durch eine spannende Raum-Einteilung und integriert die bestehende Bausubstanz, womit auch die Etappierung auf überzeugende Weise gelöst ist», sagt der Chamer Bauchef Charles Meyer und ergänzt: «Es handelt sich um einen sowohl visionären als auch realistischen Beitrag.»

Verdichtung und neue Räume

Konkret sieht das Projekt im Chamer Papieri-Areal eine Verdichtung mit geradlinig angeordneten Bauten entlang der Lorze, der Knonauerstrasse und dem angrenzenden Pavatex-Areal vor, durch welche ein innenliegender Raum entsteht. Dieser wird mit Bestandes- und Neubauten in Form von fünf Hochhäusern bespielt.

Der vom Teuflibach her geprägte Landschaftsraum zieht sich in das Areal hinein und wird in Richtung Kesselhaus in einen urban anmutenden öffentlichen Platz umgewandelt. Die bestehenden Gebäude entlang der Lorze werden mit dahinterliegenden Neubauten ergänzt und bilden einen Gassenraum. Unterschiedlich ausgestaltete Treppenanlagen führen vom unteren Niveau hinauf auf ein Plateau.

Das Projekt sieht weiter vor, die Kläranlage im Gebiet zurückzubauen und so das Westufer der Lorze landschaftlich aufzuwerten. Ein Steg entlang der Lorze soll den Stadtraum dann bis an die Lorze heranführen.

Die Entwicklung des Areals erfolgt voraussichtlich in vier Etappen, wobei die erste Etappe die bauliche Verdichtung um den Kesselhausplatz und entlang der Lorze beinhalten wird.

Philipp Buhofer, Verwaltungsratspräsident der Cham Paper Group Schweiz AG ist überzeugt: «Es wird ein attraktiver neuer Stadtteil für Wohnen und Arbeiten entstehen mit gut 2000 Einwohnern und über 1000 neuen Arbeitsplätzen.»

So geht es weiter

Nach den Sommerferien wird auf Basis des ausgewählten Richtprojekts ein Masterplan erarbeitet, welcher als Grundlage für die Erstellung eines behörden- und grundeigentümerverbindlichen Planungsmittels dienen und die Leitlinien für die bauliche Entwicklung des Areals definieren wird. Sobald ein ausgereifter und konsolidierter Entwurf des Masterplans vorliegt, wird im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens eine dritte moderierte Workshop-Veranstaltung für die Bevölkerung durchgeführt.

pd/zim

Arbeiten im Mandelhof ausgestellt

Die Arbeiten der vier Planerteams werden vom 30. Juni bis 27. August (jeweils Öffnungszeiten der Verwaltung) im Mandelhof Cham öffentlich ausgestellt.