CHAM: So sollen die Bürger mitreden

Die Gemeinde hat informiert, wie die Mitwirkung beim Papieri-Areal ablaufen soll. Bereits jetzt ist klar, wo sich die Geister scheiden.

Silvan Meier
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Blick auf das rund 110'000 Quadratmeter grosse Papieri-Areal in Cham. (Bild: Christian Hildebrand)

Blick auf das rund 110'000 Quadratmeter grosse Papieri-Areal in Cham. (Bild: Christian Hildebrand)

Gestern wurde in der Papieri eine weitere grosse Maschine für immer ausgeschaltet. Das Ende einer Ära rückt damit einen Schritt näher. Am Abend wurde quasi der Beginn eines neuen Zeitalters eingeläutet. In der Mehrzweckhalle Hagendorn informierten der Gemeinderat und die Cham Paper Group (CPG) über den Stand des Planungs- und die Gestaltung des Mitwirkungsverfahrens für das Papieri-Areal. Gleichzeitig sollte der Informationsabend auch die erste Möglichkeit zur Mitsprache bieten. Rund 80 Personen nutzten diese Gelegenheit. An drei Workshops werden die Chamer im Verlauf des nächsten Jahres die Gelegenheit erhalten, ihre Wünsche einzubringen.

Zunächst geht es dabei um die Definition von Leitsätzen, die als Grundlage für die Arealentwicklung dienen. Ein allgemein gehaltener Vorschlag der Gemeinde und der CPG wurde gestern präsentiert. Einig ist man sich darin, dass sich das Areal in die Stadt eingliedern oder dass der Charakter der Papieri erhalten werden soll. Ein Leitsatz zeigt allerdings auch, dass eine grundsätzliche Diskussion noch geführt werden muss. «Cham braucht Arbeitsplätze auf dem Areal, sonst müssen wir mit den Steuern rauf», stellte Chams Bauchef Charles Meyer klar. Wirtschaftlich interessanter wären für die CPG aber Wohnungen. In den planerischen Grundlagen ist dieser Interessenkonflikt in folgendem Leitsatz allgemein verträglich formuliert: «Durchmischte Nutzung im Einklang mit den Bedürfnissen der Gemeinde Cham und der marktwirtschaftlichen Nachfrage.»

Hinweis

1. Workshop: 4. Mai, 9 bis 15 Uhr; 2. Workshop: 25. Juni, 19 bis 22 Uhr; jeweils im Mehrzwecksaal Hagendorn. 3. Workshop: Anfang 2014.

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