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CHAM: So tönt Gleichberechtigung

Dank der Laura Cox Band war am letzten Samstag der «Kreuz»-Saal proppenvoll. Das Konzert war topp – und leider zu kurz.
Laura Cox bei ihrem Auftritt in Cham. (Bild: Charly Keiser (24. Februar 2018))

Laura Cox bei ihrem Auftritt in Cham. (Bild: Charly Keiser (24. Februar 2018))

Laura Cox ist klein und zierlich. Für das Gruppenfoto nach dem Konzert im «Kreuz»-Saal in Cham muss sie darum aufs Schlagzeugpodest steigen, um auf Augenhöhe mit ihren Musikerkollegen und den Organisatoren von Live in Cham zu sein. Umso erstaunlicher ist darum, was die 27-jährige Französin für Musik macht und vor allem auch, wie sie Gitarre spielt.

Sie seien extra aus Paris für dieses eine Konzert angereist, sagt Schlagzeuger Antonin Guérin nach dem Auftritt. Es habe ihm mächtig Spass gemacht.

Fleissiger Gitarrenwechsel

«Wie die Feuerwehr» startet die Band mit ihrem bislang bekanntesten Song «Hard Blues Shot». Rock ’n’ Roll vom Feinsten. Cox spielt atemberaubend auf ihren Gitarren, die sie fleissig wechselt. Rock ’n’ Roll ist weiter angesagt, doch auch bluesigere Töne werden angestimmt.

Klar ist: Hier zeigt sich die wahre Gleichberechtigung. Kopf und Boss der Band ist mit Laura Cox die einzige Frau, was man aber nur sieht und nie hört. Denn auch Gitarrist Mathieu Albiac, mit dem Cox 2013 die Band gegründet hat, darf seine Solokünste zum Besten geben. Und natürlich gehören ein Schlagzeug- und ein Basssolo ebenfalls dazu. Doch die Hierarchie bleibt: Die langen, schnellen und virtuosen Soli stammen ausschliesslich von Laura Cox und ihren schnellen Händen.

Auf den Spuren von AC/DC

Wie Malcom Young von AC/DC unternimmt Cox einen Ausflug zu den Fans. Sie rockt und rollt durch den Saal – das Publikum klatscht und tobt. Viel zu früh muss die Band zu einem weiteren Song geklatscht werden. Als das Publikum nach der dritten Zugabe noch immer mehr verlangt, sagt Laura Cox: «Unser Ersatzbassist kann keine weiteren unserer Songs.» Sie fragt: «Ist es ok, wenn wir das erste Lied noch einmal spielen?»

Noch einmal rocken die Vier «Hard Blues Shot». Ein weiteres langes Soli lässt die Konzertbesucher staunen. «Meine Vorbilder sind Joe Bonamassa und Slash», verrät Cox, nachdem sie ein paar Dutzend CDs signiert und verkauft hat und bevor es zum Knipsen des Erinnerungsfotos geht.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Hinweis

Die weiteren Konzerte von Live in Cham sind: Big Daddy Wilson (USA) mit Support: Anna Mae (CH), 17. März; Phil Rudd Band (AUS), Support: Basements Saints (CH), 5. Mai; Bob Geldof (IRL), 8. September; Sari Schorr (USA), 27. Oktober und Aynsley Lister (GB) mit Special Guest: Dominic Schoemaker (CH), 24. November 2018.

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