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Der SC Cham spürt den Kräfteverschleiss

Der SC Cham unterliegt Rapperswil-Jona mit 2:4. Das vierte Gegentor kurz vor Spielschluss ist umstritten.
Martin Mühlebach
Bedrängt Manuel Kubli: Chams Ramon Cecchini (links). (Bild: Roger Zbinden, Cham, 31. August 2019)

Bedrängt Manuel Kubli: Chams Ramon Cecchini (links). (Bild: Roger Zbinden, Cham, 31. August 2019)

Die 90. Spielminute der Promotion-League-Partie Cham – Rapperswil-Jona war bereits angebrochen. Der Chamer Torhüter Samuel Blättler wollte den Ball schnell ins Spiel bringen, um seinem Team eventuell noch zum 3:3-Ausgleich verhelfen zu können. Das Vorhaben misslang. Blättler wurde von einem Gästespieler regelwidrig angegangen.

Zum Erstaunen von Freund und Feind verhängte der schon zuvor vom Publikum mehrmals wegen unverständlicher Entscheide ausgebuhte Schiedsrichter einen Foulpenalty gegen Blättler. Der Chamer Trainer Roland Schwegler bemerkte hinterher: «Einen solchen Penalty habe ich während meiner gesamten Fussballkarriere noch nie gesehen.» Sei’s drum. Jonas Elmer versenkte den Elfmeter zum 4:2-Sieg zu Gunsten der Gäste aus Rapperswil-Jona.

Doppelpack zur 2:1-Führung

Es war schon kurz nach dem Anpfiff zu erkennen, dass die junge Chamer Elf gegen die routinierten St.Galler hartes Brot zu kauen haben würde. Die erste klare Torchance des Spiels bot sich zwar dem Chamer Stürmer Célien Wicht, der in der 4. Minute an Torhüter Christian Leite scheiterte. Doch dann diktierten die Gäste das Spielgeschehen. Sie agierten ruhig und gepflegt von hinten heraus aufbauend. In der 7. Minute spazierte Jordan Gele durch das Chamer Mittelfeld. Und als er auch von den Verteidigern nicht angegriffen wurde, drückte er aus rund 20 Metern ab. Rapperswil-Jona führte 1:0. Die Platzherren, deren Laufwege noch nicht wunschgemäss aufeinander abgestimmt sind, wirkten verunsichert. Trotzdem lag Cham zur Pause mit 2:1 vorne, weil Cris Miani (31.) und Sandro Foschini (35.) den Ball einfach mal aufs gegnerische Tor geknallt hatten. Die beiden Treffer liessen erkennen, dass die Abwehr zu knacken war. Im Verlauf der zweiten Halbzeit tauchte Cham vermehrt vor dem Strafraum der Rapperswiler auf, aber die Angreifer agierten zu umständlich. Die Zuspiele kamen zu ungenau. In der 49. Minute erzielte Maurice Brunner den 2:2-Ausgleich und in der 67. Minute schraubte Jordan Gele das Skore auf 3:2 zu Gunsten der St.Galler, die man als Mitfavoriten auf den Gruppensieg einstufen darf.

Roland Schwegler fasste treffend zusammen: «Wir standen defensiv zu wenig kompakt. Zudem machte sich der Kräfteverschleiss bemerkbar. Rappi war cooler.» Sportchef Marcel Werder haderte: «Nach dem frühen 0:1 haben wir mit zwei Toren aus wenig viel herausgeholt. Danach verloren wir wieder den Faden. Beim Stand von 2:3 hatten wir plötzlich wieder Torchancen, aber wir vermochten sie nicht zu nutzen.»

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