CHAM: Weniger Stau dank mehr Spuren

Die Sanierung der Kreuzung Alpenblick ist bald fertig. Der Verkehr soll flüssiger rollen – auf ihre Kosten, kritisieren Velofahrer.

Christian Glaus
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Kurz vor der Fertigstellung: der umgebaute Verkehrsknotenpunkt Alpenblick in Cham. Deutlich zu sehen sind die neuen «Bypässe» für Rechtsabbieger. (Bild Werner Schelbert)

Kurz vor der Fertigstellung: der umgebaute Verkehrsknotenpunkt Alpenblick in Cham. Deutlich zu sehen sind die neuen «Bypässe» für Rechtsabbieger. (Bild Werner Schelbert)

Viele Autofahrer atmen auf: In wenigen Wochen ist die Sanierung und der Ausbau der Kreuzung Alpenblick in Cham fertig. Bei der Autolobby, dem Touring Club (TCS) Sektion Zug, ist man froh: «Der Alpenblick war eine ewige Baustelle», sagt Vorstandsmitglied Werner Toggenburger. Von der Sanierung verspricht sich der Kanton einiges: Einerseits soll die Kreuzung sicherer werden, andererseits werden die Fahrzeuge flüssiger rollen. Wichtigste Änderung ist, dass die Rechtsabbiegespuren von den anderen Fahrspuren getrennt wurden. «Dadurch konnten die Ampeln besser platziert werden, so dass keine Verwechslungsgefahr mehr besteht», sagt Kantonsingenieur Urs Lehmann. Zudem wird der Fuss- und Veloverkehr gebündelt: Nun gibt es nur noch einen Übergang, statt drei.

«Endlich konnte sich der Kanton durchringen, die Kreuzung so auszubauen, damit sie auch künftigen Ansprüchen genügt», sagt Werner Toggenburger vom TCS. Freie Fahrt werde man aber auch nach der Sanierung nicht haben, hält Toggenburger fest: «Es fehlt eine Gesamtabstimmung des Verkehrs.»

Keine Freude an der neuen Situation beim Alpenblick haben die Velofahrer. «Der Übergang für die Velofahrer wurde zu Gunsten der Leistungsfähigkeit eliminiert», klagt Urs Ehrensperger, Co-Präsident von Pro Velo. Schon heute könne man beobachten, dass die Zweiräder nun auch auf der stark befahrenen Strasse fahren. «Vor allem bei Kindern ist das gefährlich», kritisiert der Radler.

Hinweis: Diesen Samstag kommt es zu Verkehrsbehinderungen. <strong>Zum Artikel &raquo;</strong>