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CHAM: Wenn 30 Tonnen geliefert werden: SBB-Wagen im Papieri-Areal eingetroffen

Ein nicht alltägliches Bild: Auf dem Papieri-Areal trifft ein ausrangierter SBB-Wagen ein. Trotz Schneegestöber ist alles nach Plan gelaufen.
Andrea Muff
Der SBB-Wagen wird abgeladen. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 18. Dezember 2017))

Der SBB-Wagen wird abgeladen. (Bild: Stefan Kaiser (Cham, 18. Dezember 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

«Leise rieselt der Schnee» auf das Papieri-Areal in Cham. Und trotzdem herrschte am Montag beim Lagerhaus geschäftiges Treiben. Von Nervosität angesichts der Wetterverhältnisse konnte aber keine Rede sein: «Die Mitarbeiter von der Firma Emil Egger AG sind Profis», beruhigt Marco Müller, der Medienverantwortliche des Vereins Shinson Hapkido, die anwesenden Medienschaffenden, Vereinsmitglieder, Gäste und Politiker. Der Grund für das Zusammentreffen: Ein nichtalltäglicher Schwertransport wird erwartet. Der Chamer Verein Shinson Hapkido, der den Ideenwettbewerb zur Umnutzung des Lagerhauses auf dem Papieri-Areal gewonnen hatte, erwartet einen ausrangierten SBB-Wagen. Dieser soll später ein Bistro werden.

Da am frühen Montagmorgen in Olten die Strassen vereist gewesen waren, habe der Transporter erst später abfahren können, weiss Marco Müller. Er sei ständig in Kontakt mit Thomas Werder, dem Vereinspräsidenten und Projektleiter. Dieser hat mit seinem Auto den Transport begleitet.

Ein rollendes Schneideratelier

Mit rund 60 Tonnen Gesamtgewicht traf der Schwertransport mit dem Bahnwagen um 12 Uhr auf dem Areal ein – mit rund zwei Stunden Verspätung. Vom Lastwagen wurde der SBB-Wagen direkt auf die Gleise abgeladen, ohne Kran. Routiniert gehen die Mitarbeiter der Transportfirma und des Chamer Werkhofs zu Gange und schieben den Zugwagen vor das Lagerhaus. Der vorherige Zweck des rund 50 Jahre alten Wagens ist immer noch ersichtlich: Der Schriftzug «prêt-à-porter» prangt auf den Aussenwänden und auf den Türen sind Reissverschlüsse aufgemalt. Das Logo des neuen Besitzers «Shinson Hapkido» klebt ebenfalls bereits auf dem Wagen. Auch das Innenleben deutet mit Kleiderstangen und Garderobenvorhängen auf das ehemalige «rollende SBB-Schneideratelier» hin.

Marco Müller spricht von einem «Supertag» und sagt: «Das ist nun der erste Schritt zur Umsetzung unseres Projekts.» Nun werde sich der Verein in Eigenregie an den Umbau machen. «Wir machen alles selber. In unserem Verein können wir auf viele verschiedene berufliche Erfahrungen zurückgreifen», erklärt Müller weiter. Momentan sitzt eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe zusammen und berät, was alles im Lagerhaus noch getan werden muss, bis die beiden Parteien – IG Langhuus und Shinson Hapkido – einziehen können. «Beim Bahnwagen können wir aber sofort mit dem Umbau beginnen», sagt er.

Wann genau die ersten Gäste im Bistro mit dem Arbeitstitel «gleis08» bewirtet werden können, kann der Medienverantwortliche noch nicht sagen. Auch bezüglich der künftigen Platzzahl muss noch abgewartet werden. «Uns schwebt ein ‹teilmobiles› Konzept vor.»

Dass der Wagen den Weg von Olten nach Cham gefunden hat, ist vorerst das Wichtigste.

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