CHAM: Wer nur durchfährt, wird gebüsst

Schon lange ringen Gemeinde und Kanton um flankierende Massnahmen zur Umfahrung. Eine Lösung steht nun im Zentrum.

Wolfgang Holz
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Das massive Verkehrsaufkommen im Zentrum Chams sollen mitunter auch Kameras eindämmen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das massive Verkehrsaufkommen im Zentrum Chams sollen mitunter auch Kameras eindämmen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

«Big Brother is watching you.» Wohl kaum. Dennoch sollen künftig sehr wahrscheinlich rund zehn Videokameras an den Einfahrts- und Ausfallachsen in Cham Fahrzeuge kontrollieren. Genauer gesagt den Verkehr durchs Dorfzentrum. Der muss bekanntlich zusätzlich limitiert werden. Damit in einigen Jahren, wenn die Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) gebaut worden ist, garantiert ist, das angestrebte Maximum von 12'000 Fahrzeugen täglich durchs Dorf einhalten zu können. Momentan quälen sich ja noch rund 20 000 Fahrzeuge durch den Ortskern. Ohne diese flankierenden Massnahmen kann die UCH die Umweltverträglichkeitsprüfung nicht bestehen.

Bussen sollen es richten

Dies soll, wie gesagt, durch Kameras ermöglicht werden. Per Video würden nämlich nach der Fertigstellung der UCH alle Verkehrsteilnehmer, die durchs Zentrum fahren, kontrolliert werden. Dabei werden Autos – beziehungsweise deren Kennzeichen – bei der Einfahrt in die Dorfmitte und bei der Ausfahrt von Kameras fotografiert. «Hält sich ein Autofahrer dann nachweislich weniger als eine noch zu bestimmende Zeit im Zentrum auf, wird er automatisch gebüsst», erklärt Baudirektor Heinz Tännler. Diese drohende Busse solle Autofahrer dazu anhalten, die UCH zu benützen und damit das Dorfzentrum zu entlasten.