CHAM: «Winner ist Olympiasieger Simon Niepmann»

Das streng gehütete Geheimnis ist gelüftet: Der Ruderer Simon Niepmann wurde an der 4. Zuger Sportnacht als Zuger Sportlers des Jahres 2016 ausgezeichnet.

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Der Ruderer und Olympiasieger Simon Niepmann ist Zuger Sportler des Jahres 2016. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 04. Februar 2017))

Der Ruderer und Olympiasieger Simon Niepmann ist Zuger Sportler des Jahres 2016. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 04. Februar 2017))

Martin Mühlebach


Im vergangenen Sommer gewann der in Zug wohnhafte Ruderer Simon Niepmann an den olympischen Spielen in Rio mit dem Vierer ohne Steuermann die Goldmedaille. Dieser Erfolg trug ihm die Nomination zur Wahl des Zuger Sportlers des Jahres 2016 ein, die am Freitag anlässlich der 4. Zuger Sportnacht im Lorzensaal in Cham stattfand. Rund 260 elegant gekleidete Frauen und Männer, darunter 154 Sportlerinnen und Sportler, kamen in den Genuss eines grossartigen Events. Beat Friedli, der stellvertretende Leiter des Sportamts des Kantons Zug, moderierte diesen meisterhaft witzig und humorvoll. Nach der Begrüssung durch den Chamer Gemeindepräsidenten Georges Helfenstein und den Zuger Regierungsrat Stephan Schleiss reihte sich ein Highlight an das andere. Patrick Hürlimann, der Curling-Olympiasieger von Nagano 1998, schwelgte im Interview mit dem Moderator in Erinnerungen, die von einer Filmeinspielung unterstrichen wurden. An die anwesenden Sportler gerichtet, sagte Hürlimann: «Eine gute innere Balance ist wichtig. Sie hilft mit Niederlagen richtig umzugehen und wieder aufzustehen.»

Zuger Komiker imitiert Prominente

Grosser Applaus brandete auf, als der Zuger Comedian Michael Elsener als Überraschungsgast die Bühne betrat und Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm «mediengeil» zum Besten gab. In unnachahmlicher Art und Weise parodierte er mehrere prominente Zeitgenossen wie beispielsweise Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Dass der anwesende Zuger Regierungsrat Stephan Schleiss verschont blieb, erklärte Elsener mit den Worten: «Er ist (noch) nicht zu parodieren, weil er bisher in kein Fettnäpfchen getreten ist. Wenn er es einmal tut, was ich hoffe», sagte Elsener mit einem charmanten Augenzwinkern, «werde ich ihn natürlich gerne imitieren.»

Nominationen zeigen Zugs sportliche Vielfalt

Nach der Verleihung des Prix Panathlon (siehe Box) stieg die Spannung ins Unermessliche, als die für die Wahl des Zuger Sportlers 2016 nominierten Cracks die Bühne betraten. Gewinnt die Triathletin Tanja Bühlmann den Titel, oder der Badminton-Spieler Dominik Büttikofer? Oder schwingen der Leichtathlet Tobias Furer, die Ruderer Patricia Merz und Simon Niepmann obenauf? Oder machen die Rollstuhl-Tennisspielerin Nalani Buob, die Leichtathletin Géraldine Frey oder Junioren A-Team des Curling Clubs Zug das Rennen.

Olympiasieger beinahe sprachlos

Moderator Beat Friedli wandte das Ausscheidungsverfahren an, bis nur noch ein Sportler vor ihm stand und er verkündete: «Winner ist Olympiasieger Simon Niepmannn.» Der Zuger Sportler 2016 strahlte vor Freude, als er die vom Zuger Goldschmied und Künstler Urs Bischof geschaffene wunderbare Trophäe in Empfang nehmen durfte. Und als er vom Sportförderer Hans Durrer einen Check und von Regierungsrat Stephan Schleiss einen Blumenstrauss erhielt, verschlug es dem Geehrten fast die Sprache. Nach einigen Augenblicken betonte er: «Ich bin total überrascht von der Ehre und Anerkennung, die mir zuteil gekommen ist.»

Verdiente Ehrung einer grossen Persönlichkeit

Der Panathlon-Club Zug zeichnet den Fechter Hardy Stocker für sein Lebenswerk mit dem Prix Panathlon aus. Mit Walter Brandenberg (Satus), Angi Etterli (Polysport / Rope Skipping), Peter Lüthi (Fussball) und Hardy Stocker (Fechten) nominierte der Panathlon-Club Zug vier Persönlichkeiten für den Gewinn des Prix Panathlon. Dieser Preis wird einer Person verliehen, die sich im Hintergrund mit freiwilligem Einsatz für die Sportbewegung verdient gemacht hat.

«Alle vier Nominierten hätten den Preis verdient», sagte Nicolas Betschart, der Präsident des Panathlon-Clubs Zug, ehe er Hardy Stocker zum Gewinn des Prix Panathlon gratulierte. Der Geehrte gab bereitwillig Auskunft, wie er zum Fechtsport fand. «Anfänglich habe ich Leichtathletik gemacht, aber das war zu streng für mich, weil ich zu viel rauchte. Für mich war klar, dass ich etwas ändern musste.» Nachdem er einen Film über das Fechten gesehen habe, sei er in ein Fechttraining gegangen, das er aber wegen des zu vielen Rauchens habe abbrechen müssen. Man sagte mir: «Wenn du Fechten willst, musst du aufhören zu rauchen. Ich hörte auf.»

Zum Glück, denn Hardy Stocker, dem vor allem die Nachwuchsarbeit am Herzen liegt, prägt die Zuger Fechtszene seit Jahrzehnten mit unermüdlichem Einsatz. Er hat die vom Zuger Goldschmied und Künstler Urs Bischof geschaffene Trophäe redlich verdient.

mmü